Forchheim

Er ist Bayerns bester Soundakrobat

Der Forchheimer René Kraus gewann einen Talentwettbewerb des Privatsenders "Antenne Bayern". Nun tritt er beim Gop-Varieté-Theater in München auf. Zuhause ist er als "der Ente" bekannt.
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René Kraus macht Musik mit allem, was ihm in die Finger kommt.  Foto: J. Hofbauer
René Kraus macht Musik mit allem, was ihm in die Finger kommt. Foto: J. Hofbauer

JOsef Hofbauer Multiinstrumentalist nennt sich der Forchheimer René Kraus (30), der als Fachinformatiker am Klinikum Erlangen arbeitet. Seine Liebe aber gehört der Musik. Deshalb nennt er sich selbst Liedermacher, Chaosmusiker und Showman.

Seit wenigen Tagen darf er sich mit einem weiteren Titel schmücken. René Kraus ist "Bayerns bester Soundakrobat".

Diese Auszeichnung erhielt er vom Privatsender "Antenne Bayern". Zusammen mit dem GOP Variete Theater München suchten die Radiomacher Geräusch-Talente. "Irgendwie ist das an mir vorbeigegangen", gesteht René Kraus.

"Die suchen Dich"

Erst eine Freundin habe ihn darauf aufmerksam gemacht und ihn ermuntert: "Das ist doch genau dein Ding. Die suchen dich." "Also habe ich mich beworben", erzählt der Strahlemann, dem ein musikalisches Talent in die Wiege gelegt wurde.

"Schon als Kleinkind durfte ich auf die Trommeln hauen. Mein Papa war nämlich Musiker", erklärt René. Dann habe er begeistert Flöte gelernt und als sich seine Schwester für Elektroorgel interessierte, wollte er dieses Instrument auch spielen können. "Mit Händen und Füßen Musik machen fand ich damals schon klasse", lacht Kraus.

Alles macht Töne

Ihm gelingt es, so ziemlich allen Dingen Töne zu entlocken. So baute er aus Abflussrohren ein Musikinstrument, das er Tubulum nennt. Er bearbeitet die Konstruktion mit zwei Flipflops, Größe 48. Gleichzeitig spielt er die aus Amerika importierte, transparente Ukulele, die er mit Farbwechsler-LEDs ausgestattet hat. An einem Fuß hat er Rasseln befestigt, der andere bedient die Basedrum. Das Ein-Mann-Orchester wird komplettiert durch Mundharmonika, Entenpfeifchen und Schnarrinstrumente. Diese Vorstellung überzeugte nicht nur Antenne-Bayern-Moderator Fabia Sauer, sondern die gesamte Jury des landesweiten privaten Radiosenders. Gegen René Kraus und sein Chaos-Orchester hatten weder Jodler, noch der Gstanzlsänger, noch ein Vogelstimmen- oder Hirschruf-Imitator eine Chance. Die Preisrichter mussten offenbar gar nicht lange überlegen, denn am 8. und 9. August stellten sich die Bewerber um den Titel des größten Geräuschtalentes vor und bereits am 10. August rief Evi Ott von Antenne Bayern den Forchheimer an, um ihm mitzuteilen, dass er zu "Bayerns bestem Sound-Akrobat" gewählt wurde.

Auftritt im Varieté

Sein Preis: Ein Auftritt im GOP Varieté Theater München, das am 4. September sein zehnjähriges Bestehen mit einem Festakt feiert. Cool hier dabei zu sein, findet René Kraus, der seit Jahren auf Bühnen Zuhause ist. Erste Bühnenerfahrung sammelte René Kraus im Schulchor, während seiner Zeit an der Forchheimer Realschule in der "Realschul-Shakespeare-Company Forchheim unter der Leitung von Rainer Streng und beim "Neideck-Ensemble". Darüber hinaus engagiert sich der experimentierfreudige Musiker bei der Showband JBO (James Blast Orchester) als Showman im rosafarbenen Outfit.

Auf der Straße und auf Youtube

Auch als Straßenmusikant war René Kraus bereits unterwegs. Im Vorjahr tourte er mit seinem Baumarkt-Instrument und seiner Musik, die er als "hand-made Techno" bezeichnet, durch Deutschland. Als Bassist und Sänger wirkt er bei mehreren Regionalbands mit. Auch wenn er Zuhause ist, braucht René Kraus Musik. "Seit ich mir mit Hilfe von Internet-Videos das Ukulele-Spielen beigebracht habe, ließ ich andere auf meinem Youtube-Kanal daran teilhaben", berichtet René Kraus, der sich als Markenzeichen eine Ente ausgesucht hatte. "Da haben die anderen geschrieben: Der Ente ist wieder da."

Davon leitet sich der Künstlername "Der Ente" ab. Der ist herrlich falsch und schon so etwas wie ein Markenzeichen findet René, der im vergangenen Sommer sein Debüt-Album mit selbst komponierten und gespielten Songs ehrausgebracht hat. Jetzt hätte er einen zweiten Künstlernamen: "Bayerns bester Soundakrobat". Wer ihn einmal gehört hat der weiß: Das ist Multitasking pur.



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