Dormitz
Mischwasser

Entwässerungskonzept sieht Versickerungen und Kanalneubauten vor

Die Gemeinde Dormitz hat das Planungsbüro Gaul-Ingenieure beauftragt, zwei Kanalberechnungen durchzuführen und entsprechende Entwässerungskonzepte vorzustellen: zum einen die hydraulische Berechnung z...
Artikel drucken Artikel einbetten
Bürgermeister Holger Bezold (l.) und Sachbearbeiter Kai Wellmann von der Verwaltung sehen sich die Kanalüberrechnungen für den Kita-Neubau im Veilchenweg an. Foto: Karl Heinz Wirth
Bürgermeister Holger Bezold (l.) und Sachbearbeiter Kai Wellmann von der Verwaltung sehen sich die Kanalüberrechnungen für den Kita-Neubau im Veilchenweg an. Foto: Karl Heinz Wirth

Die Gemeinde Dormitz hat das Planungsbüro Gaul-Ingenieure beauftragt, zwei Kanalberechnungen durchzuführen und entsprechende Entwässerungskonzepte vorzustellen: zum einen die hydraulische Berechnung zur Einleitung von Mischwasser in den öffentlichen Kanal im Bereich der Sebalder Straße, zum anderen zur Realisierung der Bauleitplanung für den Kita-Neubau im Veilchenweg.

Das Entwässerungskonzept in der Gemeinde erfolge überwiegend im Mischsystem und stellenweise im Trennsystem, erklärt Ingenieur Martin Löffler vom Büro Gaul. Weiter besteht die Möglichkeit, Regenwasser versickern zu lassen oder über eine wasserrechtliche Erlaubnis durch das Landratsamt Forchheim in ein Gewässer einzuleiten.

Für den Bebauungsplan Sebalder Straße sieht das Entwässerungskonzept zwei Varianten vor. Variante 1 wäre eine Versickerung von Regenwasser mit Kosten für das Bodengutachten von 15 000 bis 30 000 Euro. Variante 2 erfolgt über Ableitung. Dies erfordert einen Kanalneubau mit einem Kostenvolumen in Höhe von 134 000 Euro.

Regenwasser versickern lassen

Das Entwässerungskonzept für die Erschließung "Hans-Sachs-Straße/Lorenzer Straße" enthielt drei Varianten. Hier biete sich an, so Löffler, eine Versickerung des Regenwassers anzustreben, um es vor Ort zu behalten. Er erinnerte dabei an den vergangenen Sommer. Die Kosten für ein Bodengutachten würden hier mit 35 000 Euro zu Buche schlagen.

Der Regenwasserkanal in der Kirchenstraße müsse dringend saniert werden, mahnte Löffler an. Bei einer TV-Inspektion wurde festgestellt, dass der Kanal stellenweise derart ausgewaschen ist, dass sogar die Befahrung mit der Kamera abgebrochen werden musste, da diese nicht mehr weiterfahren konnte. Eine Sanierung mit "Inliner" sei nicht mehr möglich. Um ein Absenken der Fahrbahn zu verhindern, wurden zwischenzeitlich die gefährdeten Bereiche abgesichert. Der Gemeinderat will die Neuberechnungen des Kanalnetzes in die weiteren Planungsschritte einpflegen.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren