Hummendorf
Dorferneuerung

Enttäuscht vom Stillstand

Die Informationsveranstaltung zur Dorferneuerung im Gasthaus "Zur Mühle" stieß auf großes Interesse der Hummendorfer Bevölkerung. Bürgermeister Egon Herrmann freute sich, über 50 Bürger begrüßen zu kö...
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Die Informationsveranstaltung zur Dorferneuerung im Gasthaus "Zur Mühle" stieß auf großes Interesse der Hummendorfer Bevölkerung. Bürgermeister Egon Herrmann freute sich, über 50 Bürger begrüßen zu können, die sich auch an einer regen Diskussion beteiligten. Anwesend waren auch die beiden Ingenieure Eva Grömling und Michael Hübner von Baurconsult in Haßfurt, die mit der weiteren Planung zur einfachen Dorferneuerung in Hummendorf beauftragt wurden.

Das Gemeindeoberhaupt rief die bisherigen Schritte in Erinnerung. Bereits in der Gemeinderatssitzung am 27. September 2016 wurde dem Gemeinderat eine Information zur Weiterentwicklung des Weißenbrunner Ortsteils Hummendorf vorgelegt. Unabhängig voneinander wurden Vorschläge und Ideen von der Dorfgemeinschaft Hummendorf e.V. und der CSU- Fraktion im Gemeinderat Weißenbrunn zusammengetragen, die passend zum Start des Gemeindeentwicklungskonzeptes (GEK) für die Gesamtgemeinde für Hummendorf mit eingebracht werden sollen. Es folgten dann Ortsbegehungen und Arbeitssitzungen, in denen Maßnahmenvorschläge ausgearbeitet wurden. Inzwischen fand auch ein Seminar mit 15 Teilnehmern in Klosterlangheim über das Amt für Ländliche Entwicklung Bamberg, statt. Als Schwerpunkte wurden ausgearbeitet die Neugestaltung des Dorfplatzes, die Brachfläche am ehemaligen Bahndamm mit circa 5000 Quadratmetern und die komplette Ortsdurchfahrt entlang der Kreisstraße 5, die vom Landkreis Kronach erneuert wird, wobei die Gemeinde einen Geh- und Radweg gestalten will. Ein weiterer Schwerpunkt liege auf dem Kirchweg unter Einbeziehung der Infrastruktur für Fußgänger und Fahrzeugverkehr sowie der Versetzung des Kriegerdenkmals und der Neugestaltung des gesamten Kirchen- und Kindergarten-Umfeldes. Auch die Klärung und Nutzung eines ausgewiesenen Baugebietes steht auf der Agenda.

Es folgten eine Reihe von Wortmeldungen, unter anderem Horst Licht von der Dorfgemeinschaft, Erwin Kopf, Waltraud Neder und Wolfgang Piegsa, die sich alle etwas enttäuscht zeigten von einer langen Phase, in der sich nichts getan hat. Leider habe sich in drei Jahren nichts bewegt, bedauerten sie. Zum anderen wunderten sie sich über die Prioritätenfestlegung.

Dazu meinte der Rathauschef, es sei überhaupt nichts manifestiert und es könnten neue Vorschläge oder andere Vorgehensweisen eingebracht werden, dafür sollte die Infoveranstaltung dienen. Es werden jetzt Planungen anlaufen für die drei Schwerpunkte Dorfplatz, ehemaliger Bahndamm und Kirchplatz mit Umfeld und man hofft im Frühjahr/Sommer 2020 auf konkrete Vorstellungen. Mit der Kreisstraße soll 2021 begonnen werden. Der Bürgermeister hatte Verständnis für den Frust mancher Bürger, aber die Mühlen der Behörden und Verwaltungen mahlten eben teils etwas langsamer. eh

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