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Bamberg

Entsetzen über Morde in Hanau

Rund 150 Bamberger Bürger solidarisierten sich am Donnerstagabend am Gabelmann mit den Opfern des rassistischen Anschlags in Hanau.  
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Rund 150 Teilnehmer gedachten der Opfer der rechtsextremistischen Anschläge. Foto: Kim Becker
Rund 150 Teilnehmer gedachten der Opfer der rechtsextremistischen Anschläge. Foto: Kim Becker

In der Nacht auf Donnerstag kamen insgesamt elf Menschen, einschließlich des Täters, bei einem rechten Anschlag ums Leben.

Zeichen gegen Nazis

Anlässlich dieser abscheulichen und unmenschlichen Tat veranstalteten Bamberger Demokraten eine Mahnwache zur Solidarisierung mit den Opfern und deren Angehörigen. Obwohl die Aktion nur zwei Stunden vorher angekündigt werden konnte, fanden sich 150 Bambergerinnen und Bamberger zusammen, um gemeinsam ein Zeichen gegen Nazis und für Humanität zu setzen.

 Die Stimmung während der Mahnwache war erkennbar bedrückt. Eine ausgelassene Stimmung, wie sonst bei Demos üblich, fehlte genauso wie Sprechchöre. Das machte klar, das der 20. Februar ein Tag der Trauer war.  

Schweigeminuten

Nach fünf Schweigeminuten, in denen die Teilnehmer der Opfer und deren Angehörigen gedachten, gab es noch Redebeiträge. Auch den Rednern war der Schock und die Trauer anzumerken.  Um zu verhindern, dass sich rechter Terror weiter in Deutschland ausbreite, müssten wir als demokratische Gesellschaft nun endlich zusammenstehen, egal welcher demokratischen Partei man angehöre, machte ein spontaner Redner deutlich.

Weitergehend forderte er die Anwesenden dazu auf, endlich politisch aktiv zu werden. Denn wenn der erste Artikel unserer Grundgesetzes "Die Würde des Menschen ist unantastbar" angegriffen werde, dann gehe das alle Menschen in unserer Demokratie an.

Hubertus Schaller vom Bündnis gegen Rechtsextremismus stimmte zusammen mit allen Teilnehmern "Shalom Alechem" an. Übersetzt: Wir wollen Frieden für alle! red

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