Bischberg
Gemeinderat

Entscheidungen zur Generalsanierung des Hallenbades

Die dicksten Brocken sparte sich Bürgermeister Johann Pfister (BI) bis zum Ende der Bischberger Gemeinderatssitzung auf, als er die neuesten Zahlen zur Generalsanierung des Bischberger Hallenbades vor...
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Die dicksten Brocken sparte sich Bürgermeister Johann Pfister (BI) bis zum Ende der Bischberger Gemeinderatssitzung auf, als er die neuesten Zahlen zur Generalsanierung des Bischberger Hallenbades vorstellte.

Bereits im Rahmen der Haushaltsaufstellung hatte der Gemeinderat entsprechende Weichen gestellt. Notwendig war jedoch nun ein definitiver Durchführungsbeschluss des Gemeinderates als Voraussetzung für die Gewährung von Fördermitteln. Nach der letzten Kostenberechnung geht man nun von Bruttobaukosten von 4 657 259 Euro aus.

Hierauf würde die Gemeinde Bischberg aus dem Bundesprogramm eine Förderung von 1 500 000 Euro erhalten, vom Land Bayern wurde eine Förderung von 1 303 000 Euro in Aussicht gestellt. Unter Berücksichtigung des derzeit gültigen Umsatzsteuerrechts muss die Gemeinde derzeit von einem Eigenanteil von 1 408 102 Euro ausgehen.

Aufgeteilt werden müssen die Baukosten auf die Jahre 2020 bis 2023, der Eigenanteil und eventuelle Baukostensteigerungen werden durch den Gemeindehaushalt getragen. Für die Bischberger wird der Badespaß wohl nicht vor 2023 zu realisieren sein. Der Gemeinderat stimmte mit 17 zu null Stimmen dem Finanzierungsplan zu.

Straßensanierung

Um kleinere Summen ging es bei der Vorstellung der Planung "Pelzerstraße" durch Hans-Joachim Brandt vom SRP Schneider & Partner, Ingenieur-Consult aus Buttenheim. Die Pelzerstraße präsentiert sich nicht mehr in allerbestem Zustand. Nun soll der Gehweg so vergrößert werden, dass eine einheitliche Fahrbahnbreite von sechs Metern entsteht. Gehweg und Fahrbahn werden asphaltiert, Bordsteine und Wasserrinnen in Granit ausgeführt, angedacht sind auch gepflasterte Parkplätze. Verbunden ist damit die bestandsorientierte Kanalsanierung, erneuert werden sämtliche Anschlussleitungen im öffentlichen Grund. Die Wasserleitung wird aufgrund ihren guten Zustandes nicht erneuert.

Weiter berichtete Brandt vom Ergebnis der Kanalinspektion in Trosdorf. Dort befindet sich der Kanal allgemein in einem ordentlichen baulichen Zustand. Von den 7,8 Kilometern Hauptkanälen wurde allerdings rund ein Kilometer in die "Schadensklasse 5" eingestuft. Dort bestehen Einbrüche, Verwurzelungen oder Risse, deshalb ist hier umgehender Handlungsbedarf gegeben. Der Gemeinderat stimmt der Sanierung der Pelzerstraße, die 668 000 Euro kosten wird, und den Sofortmaßnahmen beim schadhaften Trosdorfer Kanal einstimmig zu.

Weitere Vergaben

Vergeben wurden außerdem die Fundament- und Leitungsverlegungsarbeiten für den Kinderhort in Holzmodelbauweise an der Mittelschule Bischberg. Gravierend hier der Unterschied zwischen dem höchsten und niedrigsten Angebot. Der teuerste Anbieter lag hier bei 438 196 Euro, das niedrigste Angebot bei 226 602 Euro, das den Zuschlag erhielt. Vergeben wurde auch die Küche für den neuen Kinderhort für 18 741 Euro und die Küche für das Dorfgemeinschaftshaus in Tütschengereuth, die 6 791 Euro kosten darf.

Das Dorfgemeinschaftshaus, das insgesamt knapp eine Million Euro kosten wird, schreitet weiter seiner Vollendung entgegen. Die Schreinerarbeiten für Türen und Decken werden mit 79 961 Euro veranschlagt, die Fliesenarbeiten mit 29 005 Euro, die Bodenbeläge mit 13 304 Euro, die Malerarbeiten mit 6 609 Euro, und für Tische und Stühle werden letztlich 16 010 Euro fällig.

Schule mit IT-Ausstattung

Die Grundschule Bischberg erhält weitere IT-Ausstattung. Diese Schule wird nach dem einstimmigen Beschluss des Gemeinderates mit zwei Klassensätzen Tablets für insgesamt 22 986 Euro ausgestattet.

Im Vorfeld der Sitzung machte sich der Gemeinderat ein Bild von der notwendigen Restaurierung des "Stiegelkreuzes" in Bischberg. Der Rat beschloss einstimmig, das Kreuz am bisherigen Standort zu belassen, statt des Kupferdaches ein Holzdach fertigen zu lassen und den Korpus dem Original nach zu erneuern und zu fassen. Die Bäume, die das "Stiegelkreuz" benachbaren, sollen fachgerecht zurück- und ausgeschnitten werden.

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