Bamberg

"Entlastung" muss her

Die Vereinte Diensleistungsgewerkschaft (Verdi) hat die Sozialstiftung Bamberg zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag "Entlastung" aufgefordert. Durch die...
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Die Vereinte Diensleistungsgewerkschaft (Verdi) hat die Sozialstiftung Bamberg zu Verhandlungen über einen Tarifvertrag "Entlastung" aufgefordert. Durch die Personalnot sei der Druck auf die Beschäftigten enorm. Sogar gesetzlich vorgeschriebene Pausen könnten oft nicht genommen werden, berichtet Verdi in der Pressemitteilung.
Vor allem Pflegekräfte hätten permanent die Sorge, nicht so pflegen und versorgen zu können, wie es fachlich geboten wäre. Der Dauerstress belaste und mache viele Beschäftigte sogar krank.
"Dass Arbeit so organisiert werden muss, dass die Gesundheit nicht gefährdet wird, gilt auch für Krankenhäuser", erläutert Christian Ascherl, stellvertretender Bezirksgeschäftsführer von Verdi Oberfranken-West. Ascherl: "Alle wissen um die dramatische Situation und die Arbeitgeber ändern daran nichts. Deshalb machen wir das Thema Entlastung nun zum Gegenstand einer tarifpolitischen Auseinandersetzung."


162 000 Stellen fehlen

Die Aufforderung zu Tarifverhandlungen sind eingebettet in die bundesweite Bewegung der
Gewerkschaft Verdi für mehr Personal und Entlastung im Krankenhaus. Bundesweit fehlen laut Gewerkschaft 162 000 Stellen, 70 000 allein in der Pflege. Verdi-Vertrauensmann Felix Holland hält eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und die Beseitigung der Personalengpässe für dringend geboten.
"Eine gute Personalausstattung und erträgliche Arbeitsbedingungen sind auch gut für die Patientenversorgung und würden dem bereits eingetretenen Fachkräftemangel in den Kliniken entgegenwirken", so Holland. red
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