Hummendorf

Engstellen sollen beseitigt werden

Bei einer Informationsveranstaltung in Hummendorf ging es unter anderem auch um Gefahrenstellen.
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Einig sind sich alle, dass diese Engstelle der KC 5 in Hummendorf erweitert werden muss. Bürgermeister Egon Herrmann demonstriert hier, wie gefährlich es für Fußgänger ist. Er ist guter Dinge, dass der Gebäudetrakt rechts abgerissen werden kann.  Foto: Karl-Heinz Hofmann
Einig sind sich alle, dass diese Engstelle der KC 5 in Hummendorf erweitert werden muss. Bürgermeister Egon Herrmann demonstriert hier, wie gefährlich es für Fußgänger ist. Er ist guter Dinge, dass der Gebäudetrakt rechts abgerissen werden kann. Foto: Karl-Heinz Hofmann
Karl-Heinz Hofmann

Im Weißenbrunner Gemeindeteil Hummendorf strebt man eine Dorferneuerung an. Das Interesse an einer Informationsveranstaltung am Donnerstag im Saal des Gasthauses Göppner war groß.
Auf Einladung der Gemeinde Weißenbrunn fanden sich über 60 Bürger, unter ihnen auch Zweiter Bürgermeister Michael Bohl (CSU) und Dritter Bürgermeister Klaus Hannweber (FW) sowie einige Gemeinderäte, ein. Bürgermeister Egon Herrmann (SPD) zeigte sich erfreut über die große Resonanz.
Nach Referaten von Diplom- Ingenieur Wolfgang Kießling, Leiter der Abteilung Land- und Dorfentwicklung vom Amt für ländliche Entwicklung Bamberg (ALE), und dem Sachgebietsleiter für Umbau/Neubau von Kreisstraßen am Landratsamt Kronach, Gunter Dressel, hatten die Bürger das Wort.


Einfach und umfassend

Wolfgang Kießling machte die Möglichkeiten und Unterschiede zwischen sogenannter einfacher und umfassender Dorferneuerung deutlich. Er wies auf die Fördermöglichkeiten hin, die in Weißenbrunn bis zu 90 Prozent betragen können.
Ferner hatte Kießling auch schon einen Terminvorschlag für ein Seminar in Klosterlangheim für Freitag, 26., und Samstag, 27. Oktober, parat. Für dieses Seminar sind 15 Teilnehmer möglich. In einer Liste, die in der Veranstaltung aufgelegt wurde, waren mehr Bürger zur Teilnahme bereit und zeigten Interesse am Seminar.
Das ALE wird dann entscheiden, ob eine "einfache" oder umfassende Dorferneuerung durchgeführt werden kann. Es können sowohl Vorbereitungen und Planungen wie auch Beratungen, gemeinschaftliche und öffentliche Maßnahmen und Anlagen wie auch private Vorhaben gefördert werden.


Ortsbegehungen

Gunter Dressel führte an, dass zusammen mit Landrat Klaus Löffler (CSU) bereits Ortsbegehungen durchgeführt wurden, um eine Lösung für die Engstellen in der Ortsdurchfahrt der KC 5 zu finden. Der Landrat habe eine Unterstützung zugesagt. Auch das Gemeindeoberhaupt sah Lösungsansätze, indem man mit einem Grund- und Gebäudebesitzer Gespräche führte. Der Landkreis sieht die Verbreiterung der KC 5 vor und will einen Gehweg anlegen. Allerdings wird der Beginn der Maßnahme nicht vor 2020 sein, räumte Dressel ein.
Bürgermeister Herrmann führte an, dass die Gemeinde Weißenbrunn schon seit 2016 über das Gemeindeentwicklungskonzept (GEK) mehrere Varianten und Vorschläge zur Dorfverschönerung-, und zur Verbesserung der Infrastruktur- und Lebensqualität ausgearbeitet habe.
Jetzt gehe es darum, Prioritäten zu setzen und sich zu überlegen, wo man anfangen wolle. Markante Schwerpunkte waren neben der Straßenerweiterung, der Kirchplatz mit Zufahrt zur Kirche, der Dorfplatz und der Bahnplatz.
Gemeinderat Günther Oßwald (SPD) regte an, Wohnraum in Hummendorf zu schaffen, denn es gebe viele Arbeitsplätze rund um den Ort.
Kießling vom ALE machte jedoch klar, dass dies nichts mit der Dorferneuerung zu tun habe, Wohnraum werde vom ALE nicht gefördert, dafür müsse man andere Wege gehen. Kießling regte an, sich zu überlegen, ob nicht auch erneuerbare Energien, wie beispielsweise eine gemeinsame Dorfheizung, eine Rolle spielen könnten.
Bürgermeister Herrmann freute sich in seinen Schlussworten, dass weiter Bewegung in die Sache komme und man nun dem Zwei-Tage-Seminar mit Spannung entgegensehe.
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