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Engagierter Bürger von Pressig feiert 85. Geburtstag

Pressig  — Georg Dinkel, der vielfach ehrenamtlich engagierte Pressiger Bürger feierte 85. Geburtstag. "Mit 85 hat das Leben eine Strecke erlangt, auf der mancher Stolperstein das Erreichen des Zieles...
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Gratulation zum 85. Geburtstag von Georg Dinkel (3. von links) mit Lebensgefährtin Maria Fischer sowie 2. Bürgermeister Wolfgang Förtsch (links) und Sohn Stefan Dinkel (rechts).  Foto: K.- H. Hofmann
Gratulation zum 85. Geburtstag von Georg Dinkel (3. von links) mit Lebensgefährtin Maria Fischer sowie 2. Bürgermeister Wolfgang Förtsch (links) und Sohn Stefan Dinkel (rechts). Foto: K.- H. Hofmann

Pressig  — Georg Dinkel, der vielfach ehrenamtlich engagierte Pressiger Bürger feierte 85. Geburtstag. "Mit 85 hat das Leben eine Strecke erlangt, auf der mancher Stolperstein das Erreichen des Zieles nicht verhindern konnte", sagt der Jubilar in einem Gespräch an seinem Ehrentag. Und er blickt positiv auf drei Berufsziele zurück, die er innerhalb von fünf Jahrzehnten eines arbeitsreichen Lebens erleben durfte.

Angefangen hat es als Lebensmittel-Einzelhändler, wo er in dritter Generation ein Lebensmittelgeschäft an der Hauptstraße in Pressig von den Eltern übernahm. Dabei stand die Zufriedenheit der Kunden im Vordergrund. Gute Bedienung und Qualität wurden geschätzt, daher konnte sich das Geschäft, obwohl Pressig mit sechs Lebensmittelgeschäften reichlich versorgt war, bis 1972 halten.

Bis 1972 führte Georg Dinkel aber auch noch eine Autovermietung. Dieses Dienstleistungs-Fahrgeschäft eröffnete der Vater schon 1933 in Pressig. In den 20 Jahren, in denen er das Geschäft ausübte, transportierte er unzählige Fahrgäste zuverlässig und sicher an ihr Ziel. Ob es sich um gemütliche Ausflugsfahrten oder um Krankentransporte ins Krankenhaus handelte oder ob Bahnreisende pünktlich zum Bahnhof gebracht werden mussten, nie hat sich der Jubilar als Fahrer zu jeder Tages- und Nachtzeit etwas zuschulden kommen lassen.

An eine von ihm abgelehnte und nicht durchgeführte Fahrt erinnert er sich auch nach fast sechs Jahrzehnten noch sehr gut. Portugiesische Gastarbeiter einer Tettauer Firma wollten über Weihnachten bis zum Festtag Heilige Drei Könige in ihre Heimat nach Lissabon und wieder von mir zurück gebracht werden. Dieses wohl für mich lukrativste Geschäft in meiner Autovermieter-Laufbahn ließ ich mir entgehen, denn Weihnachten zuhause bei der Familie war wichtiger, erzählt er heute schmunzelnd.

In den 1970er Jahren begann das Ende der sogenannten Tante-Emma-Läden, zu denen auch der Laden von Georg Dinkel zählte. Die Konkurrenten wie Discounter und Supermärkte setzten auf Selbstbedienung. Er lernte nochmals um und wurde nach intensiver Einarbeitung als Industrie-Einkäufer Leiter des Zentraleinkaufs der Rauschert- Werke mit Sitz in Pressig. Es folgten weitere 27 arbeitsreiche Berufsjahre, an die er sich gerne erinnert, erzählt er. Und auf seinen katholischen Glauben angesprochen, sagt er: "Ich stehe zu meinem Glauben." Stolz ist er darauf, nach mancherlei Mühen, wie er sagt, die Entstehungsgeschichte seiner Kirchengemeinde, der Herz-Jesu-Pfarrei Pressig, in einem Buch niedergeschrieben und mit Fotodokumenten festgehalten zu haben. Und auf seine Ehrenämter angesprochen, hält er sich bedeckt, als sei das alles selbstverständlich.

Zweiter Bürgermeister Wolfgang Förtsch gratuliert und dankt im Namen des Marktes Pressig und von Bürgermeister Hans Pietz für die zahlreichen wertvollen ehrenamtlichen Dienste, die Georg Dinkel zum Wohle der Allgemeinheit durchführte. Er erinnerte an die Tätigkeit als Ortschronist und als Autor vieler Festschriften und Chroniken von Vereinen. Dabei sei auch ein Glanzpunkt, die von ihm konzipierte Ausstellung zum 50-jährigen Jubiläum der Herz-Jesu-Kirche im Jahr 2007 gewesen. Über 23 Jahre kümmerte er sich um die Kindergartenverwaltung. Darüber hinaus ist er bis heute in vielen Vereinen ein gern gesehenes und anerkanntes Mitglied. Seine ständige Bescheidenheit und stete Hilfsbereitschaft machten ihn zu einen beliebten Bürger. eh

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