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Engagiert in Gewerkschaften

Der Preis "Arbeiter für Gerechtigkeit" feiert sein zehntes Jubiläum - dieses Jahr hat ihn Erzbischof Ludwig Schick an Christa Gerdes, die ehemalige DGB-Kreisvorsitzende aus Forchheim, überreicht. Am M...
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Preisverleihung mit Erzbischof Ludwig Schick (l.), Christa Gerdes und Betriebsseelsorger Manfred Böhm  Foto: Annika Werner
Preisverleihung mit Erzbischof Ludwig Schick (l.), Christa Gerdes und Betriebsseelsorger Manfred Böhm Foto: Annika Werner

Der Preis "Arbeiter für Gerechtigkeit" feiert sein zehntes Jubiläum - dieses Jahr hat ihn Erzbischof Ludwig Schick an Christa Gerdes, die ehemalige DGB-Kreisvorsitzende aus Forchheim, überreicht. Am Montagabend erhielt sie im Bamberger Bistumshaus neben einer Urkunde und der Medaille den mit 500 Euro dotierten Preis.

An christlichen Werten orientiert

Erzbischof Ludwig Schick erinnerte an den Vers aus dem Johannesevangelium: "Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben", der sowohl das Wirken Jesu beschreibe als auch den Auftrag der Christen. Der Mensch und sein gutes Leben auf Erden sowie seine Seligkeit im Himmel seien die Aufgaben, die den Christen aufgegeben seien. In der heutigen, schnelllebigen Zeit würden viele Menschen diese aus dem Blick verlieren. Nicht so Christa Gerdes: Sie setze sich für die Menschen ein. Als Christin orientiere sie sich an der Haltung Jesu und gehe voran. Der Erzbischof dankte ihr und ehrte sie für ihre vielfältigen Tätigkeiten in den Gewerkschaften, für ihr Engagement für den arbeitsfreien Sonntag, für die Gleichberechtigung der Frauen sowie für die Initiative "bunt statt braun".

Die aus dem Ruhrgebiet stammende Diplomphysikerin lebt seit 1984 in Forchheim und arbeitet bei Siemens Healthineers. Manfred Böhm, Leiter der Betriebsseelsorge des Erzbistums Bamberg, würdigte ebenfalls ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz - besonders bei der IG Metall und im DGB-Kreisvorstand Forchheim. Hier trete sie stets mit Charisma und Autorität sowie sachorientiert auf: "Deine Worte haben Gewicht, sie werden respektiert", sagte Manfred Böhm. Bei den Tarifverhandlungen der IG Metall zeige sie "Augenmaß und Reife". Im DGB-Kreisvorstand habe sie sich für den Mindestlohn, Frauenfragen und den freien Sonntag eingesetzt. red

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