Ebersdorf

Engagiert für den eigenen Raum

Der Nachwuchs der Ebersdorfer Feuerwehr will einen Container für sich aufstellen und einrichten.
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Die Löcher für den geplanten Jugendraum sind schon gegraben. Als sich Kommandant Bernd Lemser (Mitte, links) und Bürgermeister Bernd Reisenweber (rechts daneben) über den Fortschritt informierten, halfen die beiden bei der Arbeit. Foto: Alexandra Kemnitzer
Die Löcher für den geplanten Jugendraum sind schon gegraben. Als sich Kommandant Bernd Lemser (Mitte, links) und Bürgermeister Bernd Reisenweber (rechts daneben) über den Fortschritt informierten, halfen die beiden bei der Arbeit. Foto: Alexandra Kemnitzer

Alexandra Kemnitzer Parallel zum Alltagsgeschäft des Engagements in der Feuerwehr haben die neun Nachwuchskräfte der Jugendfeuerwehr Ebersdorf im August ein besonderes Projekt gestartet. Derzeit sind sie nämlich dabei, einen eigenen Jugendraum zu realisieren. Das schweißt zusammen und zeigt, wie engagiert die Jugendlichen bei der Sache sind.

"Diesen Ehrgeiz finde ich stark", zeigt sich auch Kommandant Bernd Lemser beeindruckt, denn Erwachsene und weitere Mentoren stehen nur unterstützend zur Seite und bringen sich ein, wenn die Jugendlichen Hilfe brauchen. Die Feuerwehranwärter kamen im Rahmen einer Teambildungsmaßnahme auf die Idee mit dem eigenen Raum, den sie auch selbst gestalten und einrichten wollen. Im kommenden Jahr soll ihr eigenes Domizil dann fertig sein.

Ursprünglich war der Bau einer Hütte geplant. Um das Vorhaben aber möglichst zügig und kostengünstig umzusetzen, wurde nach Alternativen gesucht, denn für die Hütte wäre der Aufwand höher und einiges mehr an Material- und Baukosten zu finanzieren gewesen. Schließlich konnte kostengünstig ein Container erworben werden. Rechts neben dem Feuerwehrgerätehaus, hinter der Bratwurstbude, soll der Container dann aufgestellt und nach den Vorstellungen der Jugendlichen eingerichtet werden. Hierfür haben die Nachwuchskräfte bereits Löcher gegraben. Sobald die Betonschalung fertig ist, kann man sich ans Aufstellen machen.

Lob für die Initiative

Bevor die Jugendlichen in die Umsetzung starteten, hatten sie sich die Erlaubnis der Feuerwehrführungsriege geholt. Die gab nicht nur "grünes Licht", sondern auch eine erste Finanzspritze. Weiter baten die Anwärter Jugendwart Kai Schwegler darum, sich um die weiteren Genehmigungen zu kümmern, die für ein solches Vorhaben notwendig sind.

"Seitens der Gemeinde spricht nichts gegen das Projekt", erklärt Bürgermeister Bernd Reisenweber, der selbst der Feuerwehr Ebersdorf angehört. Auch er lobt die Eigeninitiative des Feuerwehrnachwuchses, und meint weiter: "Wer etwas haben will, muss sich auch dafür einsetzen."

Ideen für die Finanzierung

Die junge Truppe hat schon zwei Sofas, einen neuen Kicker und ein altes Ölfass, aus dem ein Tisch entstehen soll, spendiert bekommen. Darüber hinaus unterstützen Firmen das Projekt auf unterschiedliche Weise. Dennoch rechnen die Jugendlichen mit weiteren Kosten, die auf sie zukommen werden und zu finanzieren sind.

Deshalb haben sie sich Gedanken gemacht und Ideen gesammelt, wie sie das benötigte Geld zusammenbekommen können. "Wir wollen vielleicht einen Basar abhalten oder Kuchen verkaufen", erklärt Anwärterin Laura Friedrich. Außerdem soll für das Projekt kräftig die Werbetrommel gerührt werden. Um viele Leute auf das Vorhaben aufmerksam zu machen, werden die Fortschritte über die sozialen Medien öffentlich gemacht.

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