Coburg
coburg.inFranken.de  Der 6. Coburger Europapreis wurde am Dienstag an das Gymnasium Casimirianum, die Realschule CO II und an die Freiherr-von-Rast-Schule - Staatliche Berufsschule I Coburg - verliehen.

Engagement gewürdigt

Das Europe Direct Informationszentrum an der VHS Coburg, die VR-Bank Coburg und die IHK zu Coburg haben in diesem Jahr zum sechsten Mal den Coburger Europapreis verliehen, der mit einer Geldsumme und ...
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Das Europe Direct Informationszentrum an der VHS Coburg, die VR-Bank Coburg und die IHK zu Coburg haben in diesem Jahr zum sechsten Mal den Coburger Europapreis verliehen, der mit einer Geldsumme und Sachpreisen dotiert ist. Im Riesensaal von Schloss Ehrenburg fand die Preisverleihung 2019 unter der Schirmherrschaft von Hubertus Erbprinz von Sachsen-Coburg und Gotha statt.

Europa und die EU stünden vor großen Herausforderungen. Umso wichtiger sei es, dass sich gerade junge Menschen mit der EU und der Idee eines vereinten Europas auseinandersetzten. "Wir wollen das europäische Engagement der Schüler ehren", sagte Iris Kroon-Lottes, Leiterin des Informationszentrums Europe Direct.

Gerade jetzt, wo sich Europa in einer kritischen und spannenden Phase befinde und zwei Spitzenkandidaten für das Amt des Kommissionspräsidenten nicht zum Zuge gekommen seien, würden sich viele Bürger fragen, warum sie überhaupt noch zur Wahl gehen sollen, hob Prinz Hubertus hervor. An der Europawahl hätten viele teilgenommen, und er hoffe, dass es bei den nächsten Wahlen in vier Jahren wieder einen wirklichen Spitzenkandidaten geben werde. Europa stehe der Brexit bevor, und er sei erstaunt, wie politisch interessiert sich Schüler zeigten. Wahlen seien wichtiger denn je, denn sonst würden kleine Minderheiten über die Bürger entscheiden, sagte der Schirmherr. Hintergrund des Europapreises sei es, dass sich Schüler mit dem Thema Europa beschäftigen sollen.

Schnabel: Sehr ambitioniert

Industrie- und Handelskammer zu Coburg und die VR-Bank seien von Anfang an dabei und unterstützten das Projekt, unterstrich Hauptgeschäftsführer Siegmar Schnabel. Er dankte allen Teilnehmern. Sie hätten sehr unterschiedliche, aber sehr ambitionierte Beiträge abgeliefert. Schnabel: "Sie sind die Botschafter Europas". Mit ihrer Teilnahme förderten sie ein gemeinsames Europa, sagte Schnabel in seinem Grußwort. Europaskeptische Kräfte hätten zugelegt. Die großen Herausforderungen könnten einzelne Länder nicht alleine lösen. "Deshalb sollten wir die damit verbundenen Chancen nutzen", sagte Schnabel. Gerade junge Menschen, so der IHK-Hauptgeschäftsführer, sollten sich mit dem Gedanken auseinandersetzen. Europa solle nicht nur ein wirtschaftliches Konstrukt sein, sondern ein vereintes Europa.

In diesem Jahr wurden ein Schulpreis und zwei Klassenpreise verliehen. Bewerben konnten sich Schulen und Schulklassen beziehungsweise Schüler und Auszubildende aus Coburg Stadt und Land und der Region Sonneberg, die sich im Unterricht intensiv mit den Themen EU und Europa auseinandergesetzt haben.

Einen Schulpreis gewannen die 10. und 11. Klassen des Gymnasiums Casimirianum. Sie hatten das Projekt "Making school a home for each student - unitiy in diversity" eingereicht und wurden von der Jury ausgewählt. Hauptziele waren die Integration und Inklusion aller Schüler unabhängig von ihrem Hintergrund. Junge Menschen sollten über das Programm Erasmus+ wichtige Schlüsselkompetenzen für ihre persönliche und berufliche Entwicklung erlangen und junge Europäer vor allem Lust bekommen, die Zukunft ihrer Europäischen Union mitzugestalten.

Die Jungen und Mädchen der Klasse 6 c der Realschule CO II wollten Europa ganz anders erforschen und haben das fächerübergreifende Projekt "Wir kochen Europa" präsentiert. Sie hatten den Schwerpunkt auf die landestypischen Speisen in den verschiedensten Ländern gelegt. Liebe geht bekanntlich durch den Magen, warum sollte das mit Europa nicht auch klappen?

An der Freiherr-von-Rast-Schule - Berufsschule I Coburg - fand zum Thema Europa ein Mobilitätsprojekt statt. 23 Auszubildende waren für drei Wochen in Firmen in Belgien, Österreich und Schweden tätig. Zudem nahmen sie in Belgien an Gedenkveranstaltungen teil.

Ihr Preis war mit 750 Euro notiert. Schulleiter Schmid zeigte sich stolz auf die Leistungen seiner Schüler und engagierten Lehrkräfte.

Junge Künstler der Musikschule Coburg gestalteten das Programm. Wolfgang Desombre

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