LKR Erlangen-Höchstadt
Umwelt

Energiewende muss dezentral und regional sein

Die Energiewende muss beschleunigt und vordringlich dezentral auf regionaler Ebene vorangetrieben werden. Das haben Klimaschutz-, Bürgerenergie- und Umweltverbände in Gesprächen mit den örtlichen Abge...
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Die Energiewende muss beschleunigt und vordringlich dezentral auf regionaler Ebene vorangetrieben werden. Das haben Klimaschutz-, Bürgerenergie- und Umweltverbände in Gesprächen mit den örtlichen Abgeordneten der Berliner Regierungsparteien deutlich gemacht.
Sowohl Martina Stamm-Fibich (SPD) - die vom umweltpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion, Carsten Träger (Wahlkreis Fürth) begleitet wurde - als auch Stefan Müller (CSU) zeigten sich den Forderungen aufgeschlossen, machten aber zugleich auf mögliche Hürden aufmerksam. Vertreter von BUND Naturschutz, des Energiewende ER(H)langen und der Bürgergenossenschaft EnergieWende Erlangen und Erlangen-Höchstadt brachten in den - getrennten - Gesprächen zwei programmatische Stellungnahmen zur Diskussionsgrundlage: Das 4-Punkte-Papier "Forderungen für den Klimaschutz an die neue Bundesregierung", das der BN zusammen mit sechs Stadtwerken (darunter die Nürnberger N-Ergie) verfasst hatte, außerdem das Positionspapier des Bündnisses Bürgerenergie mit der Überschrift "Energiewende und Klimaschutz durch lokale Strommärkte".
Unbestritten war in beiden Gesprächen, dass die dezentrale und verbrauchsnahe Stromversorgung deutliche Vorteile gegenüber einer zentralen hat: Die regionale Wertschöpfung wird gestärkt, die Versorgungssicherheit erhöht, die Kosten sind geringer. Allerdings war allen Teilnehmern klar, dass die bestehenden Strukturen noch zu sehr auf Zentralisierung ausgerichtet sind. Außerdem waren sich Stamm-Fibich, Träger und Müller mit den Verbänden einig, dass noch offen sei, was unter "regional" zu verstehen sei. Ist es ein Landkreis, eine Regierungsbezirk, ein Ballungsgebiet? Zu kleinteilig dürfe das Versorgungsgebiet nämlich nicht werden.
Feste Zusagen der Gesprächspartner von CSU und SPD gab es nicht. Müller stellte aber eine Stellungnahme zu den Forderungen in Aussicht. Mit Stamm-Fibich soll es weitere Gespräche geben. red
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