Trebgast
trebgast.infranken.de  Von einem vollgepackten, gelungenen Vereinsjahr war die Rede bei der Hauptversammlung des Feuerwehrvereins.

Emil Lauterbach ist Ehrenvorsitzender

In den einzelnen Berichten wurde deutlich: Der drastische Generationswechsel in der Vereinsführung vor einem Jahr ist gelungen. Der komplett ausgewechselte,...
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Geehrte und Offizielle bei der Trebgaster Feuerwehr (von links): Bürgermeister Werner Diersch, Vorsitzender Andre Stöcker, stellvertretender Kommandant Jochen Lauterbach, Kreisbrandmeister Wolfgang Kunert, Ehrenvorsitzender Emil Lauterbach, Kreisbrandrat Stefan Härtlein und Kommandant Christian Diersch. Foto: Dieter Hübner
Geehrte und Offizielle bei der Trebgaster Feuerwehr (von links): Bürgermeister Werner Diersch, Vorsitzender Andre Stöcker, stellvertretender Kommandant Jochen Lauterbach, Kreisbrandmeister Wolfgang Kunert, Ehrenvorsitzender Emil Lauterbach, Kreisbrandrat Stefan Härtlein und Kommandant Christian Diersch. Foto: Dieter Hübner
In den einzelnen Berichten wurde deutlich: Der drastische Generationswechsel in der Vereinsführung vor einem Jahr ist gelungen. Der komplett ausgewechselte, neue junge Vorstand hat die Herausforderung angenommen und gezeigt, dass er bereit ist, Verantwortung für die 96 Mitglieder, darunter 22 Ehrenmitglieder, zu übernehmen. Ausblickend erwähnte Vorsitzender André Stöcker das 150-jährige Jubiläum der Wehr im Jahr 2019. "Vielleicht klappt es bis dahin auch mit der Fahrzeug-Übergabe."
Die "alten Hasen" im Feuerwehr-Geschäft hätten zu jeder Zeit geholfen, bedankte sich André Stöcker vor allem bei Emil und Jochen Lauterbach, die lange Zeit an der Spitze der Trebgaster Wehr agierten. Sein Dank galt auch der Gemeinde, mit deren Hilfe nicht nur ein Internetanschluss im Feuerwehrgerätehaus eingerichtet werden konnte. Für die Aktiven wurden auch neue Überjacken angeschafft. Außerdem haben sie seit der letzten Saison freien Eintritt zum Badesee. Der neue Vorsitzende schloss seinen Bericht mit einem Appell an alle Mitglieder: "Die Feuerwehr ist ein Apparat, der aus vielen kleinen Zahnrädern besteht, damit er rund läuft. Deshalb bitte ich euch weiterhin um eure Unterstützung, Einsatzbereitschaft und Zusammenhalt."
Als Vorbild nannte André Stöcker seinen Vorgänger, Emil Lauterbach, der seit fast 50 Jahren der Feuerwehr angehört, davon 18 Jahre als Kommandant und 12 Jahre als Vorsitzender. "In deine Amtszeit fielen unter anderem die Anschaffung des jetzigen Fahrzeugs, sowie der Bau unseres Gerätehauses. Du bist mit Leib und Seele Feuerwehrmann, hast unsere Wehr vorangebracht und selbst immer Hand mit angelegt. Das ist Grund genug, dich heute zum Ehrenvorsitzenden zu ernennen."
Das Feuerwehr-Gen liegt bei den Lauterbachs in der Familie. Sohn Jochen war sechs Jahre stellvertretender und 12 Jahre Erster Kommandant. Dafür erhielt er jetzt das Ehrenzeichen des Kreisfeuerwehrverbandes in Silber. "Das erhalten Kameraden, die langjährig und zuverlässig mit hervorragenden Leistungen ihrer Feuerwehr zur Verfügung stehen", lobte Vorsitzender André Stöcker bei der Verleihung.
Ein Thema zog sich wie ein roter Faden durch die ganze Versammlung: "Pflichtaufgabe Feuerwehr-Fahrzeug." Gerade Kommandant Christian Diersch kam nicht drum herum, in aller Deutlichkeit herauszustellen: "Unser 30 Jahre altes Fahrzeug ist zwar nicht kaputt. Bei einigen Einsätzen hat sich allerdings wieder gezeigt, dass es sich nicht mehr auf dem aktuellen Stand der Technik befindet." Er verglich es mit einem PC, der noch mit Windows 98 betrieben wird. Die drei Brand- und fünf Übungseinsätze, sowie neun technischen Hilfeleistungen und fünf Sicherheitswachen konnten trotzdem pflicht- und programmgemäß absolviert werden.
Kreisbrandrat Stefan Härtlein gratulierte den Geehrten und lobte die Trebgaster Kinder- und Jugendfeuerwehr, die 2014 gegründet wurde. "Darauf könnt ihr aufbauen."
Natürlich drückte sich auch Bürgermeister Werner Diersch in seinem Grußwort nicht, zum Fahrzeug Stellung zu beziehen. "Hier geht es ja nicht um 3,50 Euro, sondern um mindestens 200 000 Euro." Generell würde er sich auch im Gemeinderat schon etwas mehr Aufmerksamkeit für die Feuerwehr wünschen, die einen tollen Dienst für die Sicherheit in der Gemeinde leistet. Dafür müsse sie das Handwerkszeug haben. Und dazu gehöre ein funktionierendes Fahrzeug. "Eure Leistungsbereitschaft und euren Einsatz auf diesem Niveau zu halten - das liegt mir sehr am Herzen."
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