Eltmann

Eltmann verliert das Spitzenspiel

Übermotiviert in der heißen Phase: Der VC Eltmann hat den Spitzenreiter am Rande einer Niederlage, verliert dann aber den Faden.
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Unnötige Niederlage: Der VC Eltmann (in schwarz) führte beim Spitzenreiter in Mainz-Gonsenheim nach Sätzen mit 1:0 und 2:1, verlor die Partie aber dennoch im Tiebreak.  Foto: Werner Haala
Unnötige Niederlage: Der VC Eltmann (in schwarz) führte beim Spitzenreiter in Mainz-Gonsenheim nach Sätzen mit 1:0 und 2:1, verlor die Partie aber dennoch im Tiebreak. Foto: Werner Haala

Über den Gastspielen der Eltmanner Zweitliga-Volleyballer in der rheinland-pfälzischen Hauptstadt Mainz scheint ein böser Fluch zu schweben. Erneut kassierten die Heitec Volleys nach fast zwei Stunden Spieldauer bei Tabellenführer TSG Mainz-Gonsenheim eine äußerst unglückliche 2:3-Niederlage. Damit riss auch die imposante Serie von elf Siegen in Folge. Zu den wertvollsten Spielern wurden Mariusz Wacek (Eltmann) und Torben Tidick-Wagner (Mainz) gewählt.

TSG Mainz-Gonsenheim - VC Eltmann 3:2

(24:26, 25:22, 19:25, 25:22, 15:13) Die Niederlage war so überflüssig wie ein Kropf. Zweimal lagen die Unterfranken vor 170 Zuschauern mit 1:0 und 2:1 nach Sätzen in Führung. Eine Sensation lag in der Luft. Aber letztlich standen die Schützlinge von Marco Donat mit fast leeren Händen da, weil sie im Tiebreak eine 12:8- und 13:12-Führung nicht verteidigen konnten.

Nach dem Herzschlag-Duell trauerte Manager Rolf Werner den leichtfertig vergebenen Chancen nach: "Wir wollten einfach zu viel und haben drei bis vier Fehler zu viel gemacht. Die wurden von starken Mainzern gnadenlos bestraft."

Gleichwohl traten die Eltmänner mit erhobenen Köpfen die Heimreise an. "Wir haben uns nichts vorzuwerfen", unterstrich ein enttäuschter Werner: "Eigentlich mussten wir gewinnen. Wir haben unheimlich gekämpft und uns sehr gut verkauft. Jetzt wollen wir unbedingt im Spitzenspiel am kommenden Samstag in eigener Halle gegen den amtierenden Meister TSV Grafing triumphieren."

Auch Cheftrainer Marco Donat haderte mit dem Schicksal: "Mein Team war übermotiviert. In der Endphase wollten wir mit der Brechstange gewinnen. Das ging leider in die Hose. Unseren Plan haben wir zu weiten Teilen sehr gut umgesetzt. Doch in den entscheidenden Phasen hatten wir einfach Pech. Trotzdem ein Riesenkompliment an meine Spieler. Sie haben alles gegeben. Der Sport ist manchmal unerbittlich."

Im ersten Satz trumpften die Heitec Volleys noch groß auf. Über ein 11:8 und 19:16 hatten sie die Gastgeber gut im Griff, die aber plötzlich mit 24:23 in Front lagen. Doch ein gut aufgelegter Mircea Peta brachte nervenstark sein Team mit zwei Raketenaufschlägen mit 1:0 in Führung. Im zweiten Satz zeigten sich die Unterfranken unkonzentriert und verballerten allein neun Aufschläge. Die Mainzer nahmen die Geschenke dankend an und machten den Sack souverän zu, obwohl die Eltmänner auf 20:20 ausgleichen konnten. Wie verwandelt dominierten die Heitec Volleys den dritten Satz und fuhren über ein 14:10 und 21:15 die Ernte ein. Dieses Momentum konnte der Tabellendritte im vierten Satz und im Tiebreak nicht für sich nutzen. Die Mainzer erwiesen sich als bewegliche Gummiwand und hatten auf alle Versuche der Eltmänner eine passende Antwort.

Hoffnung keimte im entscheidenden fünften Satz auf, als die Schützlinge von Donat 12:8 in Front lagen, den Vorsprung aber nicht verteidigen konnten.

Eltmann: Couchman, Engel, Peta, Richter, Kolbe, Schmitt, Krüger, Kellermann, Werner, Stoyanow, Wacek, Bibrack, House, Strobel

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