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Eltmann

Eltmann droht eine Durststrecke

Der Stadtrat verabschiedete den Haushalt 2020, der einige Probleme aufweist. Was geschieht mit dem Freibad?
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Das Freibad in Eltmann steht im Investitionsplan für den Haushalt 2020. Dabei geht es um die Planung für eine Sanierung oder gar einen Neubau. Und wie muss Eltmann reagieren, sollte ein Allianz-Hallenbad dazukommen - eventuell in Kombination mit dem Freibad? Hier sind sich alle Fraktionen im Stadtrat einig, dass ein solches Allianzbad nur in Kooperation mit weiteren Kommunen entstehen kann.  Foto: Archiv/Sabine Weinbeer
Das Freibad in Eltmann steht im Investitionsplan für den Haushalt 2020. Dabei geht es um die Planung für eine Sanierung oder gar einen Neubau. Und wie muss Eltmann reagieren, sollte ein Allianz-Hallenbad dazukommen - eventuell in Kombination mit dem Freibad? Hier sind sich alle Fraktionen im Stadtrat einig, dass ein solches Allianzbad nur in Kooperation mit weiteren Kommunen entstehen kann. Foto: Archiv/Sabine Weinbeer

Der Haushaltsplan 2020 steht in Eltmann unter deutlich schlechteren Vorzeichen als in den Vorjahren. Dennoch sind alle Stadtratsfraktionen zuversichtlich, die anvisierten Investitionen ohne massiven Anstieg der Schulden stemmen zu können. Für Projekte wie ein eventuelles Hallenbad jedoch brauche es eine interkommunale Zusammenarbeit, betonten alle Fraktionssprecher bei der Sitzung des Stadtrates. Der Haushaltsplan wurde in der Sitzung am Montagabend einstimmig verabschiedet. Der Etat hat ein Volumen von rund 25 Millionen Euro.

"Die guten Jahre sind vorbei"

Kämmerer Ernst Rippstein erklärte: "Die guten Jahre sind vorbei", wobei die zurückliegenden Jahre für Eltmann sehr gut gewesen seien. Genau deshalb, weil 2018 die Steuereinnahmen enorm hoch waren, leide der Haushalt 2020 unter einer hohen Kreisumlage (Abgabe an den Landkreis) und unter dem völligen Wegfall der Schlüsselzuweisungen (staatliche Förderung). Diese Zahlungen orientieren sich nämlich jeweils an der Steuerkraft vor zwei Jahren. Damit fehlen im Ergebnishaushalt 1,8 Millionen (rund 800 000 Euro weniger Schlüsselzuweisungen und rund eine Million mehr Kreisumlage). Dazu kommt, dass die Stadt Eltmann inzwischen für ihre Rücklagen Negativ-Zinsen von 0,5 Prozent bezahlen muss - "allerdings heißt es für Kommunen etwas eleganter: Verwahrgelder", sagte Ernst Rippstein.

Schulden steigen vermutlich

Das Haushaltsjahr 2019 sei sehr entspannt gelaufen, gut 70 Prozent der geplanten Investitionen seien umgesetzt worden. Sowohl die nicht verwirklichten Projekte als auch die dazugehörigen Gelder fänden sich im Haushalt 2020 wieder, erklärte Rippstein. Wie seit Jahren musste 2019 die vorgesehene Kreditaufnahme nicht in Anspruch genommen werden. Für 2020 sind Kredite von 2,3 Millionen Euro vorgesehen, um die 3,1 Millionen Euro an Investitionen schultern zu können. Der aktuelle Schuldenstand der Stadt liegt bei 2,3 Millionen Euro und dürfte, wenn alles nach Plan läuft, auf 3,5 Millionen Euro steigen.

Der Kämmerer rechnet bei den Einkünften mit 2,5 Millionen Gewerbesteuer und 2,8 Millionen an Einkommensteuer-Beteiligung. Über eine Million Euro fließt in Unterhaltsmaßnahmen: Brandschutz, Schulen, Spielplätze, Wasserversorgung und Straßen.

Planungskosten entstehen für den Neubau oder die Sanierung des Freibades und den Neubau des Standesamtes (neben dem Rathaus). In die Umsetzung geht die Generalsanierung des Feuerwehrhauses Weisbrunn.

Einstimmiger Beschluss

Das Ziel des Stadtrates und des Bürgermeisters sei es natürlich, auch in diesem Haushaltsjahr den Kreditrahmen nicht ausschöpfen zu müssen, so die Fraktionssprecher Bruno Wittig (CSU und Limbacher Liste), Wolfgang Brühl (SPD) und Peter Kremer (ÜPL). Nachdem der Etat in mehreren vorbereitenden Sitzungen gemeinsam mit dem Finanzausschuss erarbeitet worden ist und besprochen worden war, stimmten alle Mitglieder des Gremiums zu.

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