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Röttenbach

Eltern knüpfen ihr Netzwerk

Die Gemeinde Röttenbach ruft eine Kinderkooperation ins Leben, die Interessen und Ideen von Kindern, Eltern, Großeltern, Schule und Kindergärten zusammenführen soll.
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In Röttenbach gibt es jetzt eine Kinderkooperation. Foto: ad, gemalt von Jasmin
In Röttenbach gibt es jetzt eine Kinderkooperation. Foto: ad, gemalt von Jasmin

Andreas Dorsch "Wenn man im Ehrenamt ein Problem hat, ist man auf sich allein gestellt", sagt Sonja Rittmaier, eine junge Mutter aus Röttenbach. Weil das nicht weiterhin so sein soll, möchte sie mit ihren Mitinitiatorinnen Susanne Krabbenhöft und Silke Hild ein Netzwerk aufbauen. Ziel soll es sein, die Lebensbedingungen für Kinder in Röttenbach noch weiter zu verbessern.

Wie der Seniorenbeirat

Mit Unterstützung von Jugendpfleger Frank Schulte und Bürgermeister Ludwig Wahl (FW) soll eine "KiKoo" gegründet werden, die Kinderkooperation Röttenbach. Die Initiatoren wollen den Kindern im Ort eine lautere Stimme verleihen. Wie es für die Älteren schon den Seniorenbeirat gibt, soll demnächst auch ein Kinderbeirat ins Leben gerufen werden. "Wir wollen eine Vernetzung zwischen Kindergärten und Schule", sagt Jugendpfleger Schulte. Alle Eltern in Röttenbach mit Kindern bis 13 Jahre sind aufgefordert mitzumachen. Die KiKoo möchte Ansprechpartner für Kinder, Eltern und Großeltern sein und sich zusammen mit Gemeinde, Schule und Kindergärten für die Belange der Kinder engagieren.

Gemeinsam aktiv werden

"Die Eltern sollen sich als Netzwerk verstehen und gemeinschaftlich was tun", sagt Bürgermeister Wahl. Er hofft, dass sie sich dadurch noch mehr in die Gemeinde integrieren. Das alles soll auf ehrenamtlicher Basis geschehen. "Die Leute sollen überlegen, was sie mit einbringen können", schlägt Sonja Rittmaier vor. Die Mitarbeit in der KiKoo könne auch projektgebunden sein.

Entstanden ist die Idee für eine solche Kinderkooperation bei einem gemeinsamen Essen der Schulweghelfer. Die hatten sich bis dato immer selbst organisiert, erinnert sich der Bürgermeister. Dann sei der Wunsch nach einem festen Ansprechpartner aufgekommen. Aus diesem Wunsch heraus ist der Gedanke mit dem Netzwerk entstanden.

Die ersten Ideen liegen schon auf der Hand. Die Organisation der Schülerlotsen und Freizeitgestaltung haben die engagierten Mütter bereits auf dem Plan. In den zu vielen Autos, die in Röttenbach die Gehwege zuparken, und der Schulwegsicherheit generell sieht der Bürgermeister weitere Betätigungsfelder. "Wir wollen auch noch Ideen aus den Kindern rausholen", sagt Susanne Krabbenhöft.

Wer das engagierte Team unterstützen möchte, kann sich bis 24. September bei Jugendpfleger Schulte - frank.schulte@roettenbach-erh.de - melden. Am Mittwoch, 25. September, ist dann um 19 Uhr im Seminarraum des alten Rathauses in der Schulstraße die konstituierende Sitzung der KiKoo geplant.

Vorsitzender wird gebraucht

Auch wenn alles ehrenamtlich ist und niemand irgendwo beitreten muss, soll doch ein offizieller Kinderbeirat gegründet und für ihn auch eine Satzung erlassen werden. Der Beirat setzt sich aus einem gewählten Gremium zusammen. Er soll an der Schaffung einer kinderfreundlichen Umwelt mitarbeiten, eine vernetzte Lobby für Kinder bilden und diese in die Planung und Durchführung von Projekten mit einbeziehen. Der Kinderbeirat braucht einen Vorsitzenden, einen Stellvertreter und vier bis sechs Mitglieder.

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