Kulmbach
Frühförderung

Eltern den Rücken stärken

Auf Anregung des Leiters des Blindeninstituts in Kulmbach, Karlheinz Vollrath, trafen sich im Landratsamt Vertreter der Frühförderstellen in Oberfranken mit oberfränkischen Bezirksräten zu einem Infor...
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Auf Anregung des Leiters des Blindeninstituts in Kulmbach, Karlheinz Vollrath, trafen sich im Landratsamt Vertreter der Frühförderstellen in Oberfranken mit oberfränkischen Bezirksräten zu einem Informationsaustausch. Den Räten wurde vorgestellt, wie Kinder, die einen Förderbedarf haben, interdisziplinär betreut und gefördert werden, wobei dies in enger Zusammenarbeit mit den Familien erfolgt. Dabei sei es enorm wichtig, Probleme in der Entwicklung sehr frühzeitig zu diagnostizieren, um mit individuellen Förderungen Defizite auszugleichen.

Nach der Vorstellung der Arbeit der Frühförderstellen konnten in einem interessanten Austausch zwischen Bezirksräten und Vertretern der Frühförderstellen viele Fragen zur Thematik besprochen werden. "Den Eltern muss der Rücken gestärkt werden, sie müssen ermutigt werden, sich Hilfe zu holen, sich beraten zu lassen. Es ist keine Schande, wenn ein Kind im Kleinstkindalter noch Unterstützung benötigt", betonte Bezirkstagsvizepräsidentin Dagmar Keis-Lechner (Die Grünen), die aus persönlichen Erfahrungen berichten konnte. Im Vordergrund stehe immer das Kind, das seinen Lebensweg mit den bestmöglichen Hilfen beschreiten soll. Dass diese Unterstützung einer ausreichenden Finanzierung bedarf, die sowohl über die Krankenversicherung als auch über die Sozialverwaltung des Bezirks finanziert wird, war allen Teilnehmern bewusst.

Eine Kostensteigerung ist nicht nur im gesellschaftlichen Wandel zu sehen, sondern auch im medizinischen Fortschritt, der heute schon Leben ab der 23. Schwangerschaftswoche retten kann. Dass diese Frühchen viel Unterstützung brauchen, stehe außer Frage. red

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