Herzogenaurach
Polizeihinweis

Elektro-Boards müssen im öffentlichen Verkehr zugelassen sein

Schon zweimal kontrollierte die Polizei Fahrer von so genannten Elektro-Boards. In beiden Fällen gab es keine Zulassung. Der aktuelle Fall ereignete sich, wie es im Pressebericht der Polizeiinspektion...
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Schon zweimal kontrollierte die Polizei Fahrer von so genannten Elektro-Boards. In beiden Fällen gab es keine Zulassung.

Der aktuelle Fall ereignete sich, wie es im Pressebericht der Polizeiinspektion Herzogenaurach heißt, am Donnerstag. Gegen 6.35 Uhr fuhr ein 25-jähriger Mann aus Langenfeld mit einem Elektro-Skate-Board auf dem Gehweg an der Hans-Maier-Straße in Richtung Realschule. Dabei wurde er einer allgemeinen Verkehrskontrolle unterzogen. Die Streife stellte fest, dass das E-SkateBoard mit Elektromotor mit einer Fernbedienung gesteuert wird und mindestens 25 km/h schnell fährt.

Bereits vor einigen Wochen, am 6. April, hielt die PI Herzogenaurach einen jungen Mann mit einem Elektro-Board an der Schütt an.

Schon zu diesem Zeitpunkt wies die Polizei über die Presse auf die Problematik in Verbindung mit solchen Fahrzeugen hin. Folgendes wird mitgeteilt: "Ein Elektro-Board dieser Art unterliegt der Zulassungs- als auch der Versicherungspflicht!"

Da kein amtliches Kennzeichen an dem Board angebracht war, war den Beamten klar, dass es weder zugelassen noch versichert sein konnte. Sogar eine Fahrerlaubnis der Klasse B ist laut Polizei für Fahrzeuge dieser Art erforderlich.

Polizei hilft gern

Damals wurde über die Presse bereits darauf hingewiesen: "Bevor man ein mit einem Motor gleich welcher Art betriebenes Sportgerät in Betrieb nimmt, sollte man sich versichern, dass dies im öffentlichen Verkehr auch erlaubt ist und welche Genehmigungen hierfür eventuell benötigt werden."

Auskünfte sollten Hersteller sowie Verkäufer erteilen können. Sollten sich die Besitzer im Einzelfall unsicher sein, dürfen sie gerne ihre Polizei kontaktieren.

Im vorliegenden Falle hatte sich der Fahrer um gar nichts gekümmert. Auch die Bedingungen für eine Inbetriebnahme hatte er sich weiter nicht durchgelesen. Es lag weder eine Zulassung noch Versicherung für das Fahrzeug vor. Eine Fahrerlaubnis besaß der Mann ebenfalls nicht.

Da sich der Fahrer zudem bei der Kontrolle uneinsichtig zeigte, wurde das Board durch die Polizei vor Ort sichergestellt. Es musste davon ausgegangen werden, "dass der Mann einfach weiterfährt", heißt es im Pressebericht.

Die unberechtigte Inbetriebnahme zieht nun Anzeigen wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Verstößen gegen das Pflichtversicherungsgesetz und die Fahrzeug-Zulassungsverordnung nach sich. pol

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