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Höchstadt a. d. Aisch

Einstimmung auf Advent

Musiker der Nürnberger Musikhochschule kommen ins Höchstadter Schlossgewölbe. Sie präsentieren auch Werke von Komponisten, die aus Nürnberg stammen.
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Mitwirkende beim Adventskonzert in Höchstadt sind unter anderem (von links) Iddo Zhang (Barockvioline), Mimoe Todo (Cembalo) sowie Hartwig Groth (Gambe).  Foto: C. Groth
Mitwirkende beim Adventskonzert in Höchstadt sind unter anderem (von links) Iddo Zhang (Barockvioline), Mimoe Todo (Cembalo) sowie Hartwig Groth (Gambe). Foto: C. Groth

Am Vorabend des 1. Advent (Samstag, 1. Dezember 2018, um 19.30 Uhr) lädt der Förderkreis pro musica in das Schlossgewölbe Höchstadt zu einer besinnlichen Abendmusik ein.

Musizierende Gäste sind die Mitglieder der Klasse für Alte Musik der Musikhochschule Nürnberg. Gemeinsam mit Professor Hartwig Groth, dem namhaften Gambisten und fachkundigen Betreuer der Klasse, musiziert das Ensemble Serenata: Sopranistin Nayun Kim, Lina Jarvers und Iddo Zhang (Barockvioline), sowie Mimoe Todo (Cembalo).

Eindrucksvoll das Programm, das das Ensemble im Gepäck hat. Es zeigt, dass auch schon vor der Bachzeit für den Advent die schöpferischen Quellen sprudelten.

Frühbarock

Mit Michael Praetorius und Ph. F. Böddecker sind die namhaftesten Liedkomponisten des Frühbarock vertreten. Neu und großartig ist die Idee der Nürnberger Künstler, dass sie sich speziell aus Nürnberg stammender Komponisten annehmen: So Johann Staden (zeitweise Organist an St. Lorenz und St. Sebald), Erasmus Kindermann, ein Schüler von Staden (in jungen Jahren schon Organist der Frauenkirche) und schließlich J. Ph. Krieger, der ins Hochbarock hineinreichende Kantatengroßmeister, der völlig zurecht gegenwärtig eine rasante Erweckung erfährt.

Neben Adventsbesinnung in Tönen bringt der Abend gleichzeitig einen aufschlussreichen Blick in die fränkische Musikgeschichte, die viel zu wenig im Bewusstsein der fränkischen Kantoren und Organisten ist.

Hier nehmen Hartwig Groth und das Ensemble der Musikhochschule dankenswerter Weise eine Vorreiterrolle ein, auch wenn sie nicht ganz auf J. S. Bach und Michael Praetorius verzichten wollen. red

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