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Einsatz für den Pflegeberuf

Eine Aufwertung des Pflegeberufs hat Geschäftsführerin Marion Tost beim Besuch der Bundestagsabgeordneten Silke Launert (CSU) im Zentrum der Arbeiterwohlfahrt Bayreuth gefordert. "Die Pflege hat einfa...
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Geschäftsführerin Marion Tost (rechts) führte Bundestagsabgeordnete Silke Launert durch das Awo-Zentrum in Bayreuth.  Foto: Stephan Herbert Fuchs
Geschäftsführerin Marion Tost (rechts) führte Bundestagsabgeordnete Silke Launert durch das Awo-Zentrum in Bayreuth. Foto: Stephan Herbert Fuchs

Eine Aufwertung des Pflegeberufs hat Geschäftsführerin Marion Tost beim Besuch der Bundestagsabgeordneten Silke Launert (CSU) im Zentrum der Arbeiterwohlfahrt Bayreuth gefordert. "Die Pflege hat einfach nicht den Stand, den sie verdient", sagte Tost. Pflegekräfte würden in Zukunft fehlen, deutlich mehr Personal sei notwendig.

Marion Tost führte Launert nicht nur durch die Einrichtung, sondern richtete auch konkrete Forderungen an die Abgeordnete. Dabei spielte auch die Begrenzung des Eigenanteils in der stationären Pflege eine wichtige Rolle. Launert hält es für sinnvoll, den Betrag, der von der Pflegekasse kommt, zu dynamisieren, damit Steigerungen durch Kosten und Inflation ausgeglichen werden können.

Einer Vollversicherung in Sachen Pflege steht die Abgeordnete aufgrund der demografischen Entwicklung dagegen kritisch gegenüber. Dem Bayreuther Awo-Zentrum bescheinigte Launert eine perfekte Konzeption. Das Haus habe durchaus Vorbildcharakter.

Zuvor hatte Geschäftsführerin Tost davon berichtet, vor welchen Herausforderungen die Pflege schon heute, aber besonders in der Zukunft steht. Ein Punkt war dabei die Awo-Forderung nach der Begrenzung des Eigenanteils in der stationären Pflege. Jeder müsse sich Pflege leisten können. Hier sei die Gefahr relativ hoch, dass durch die steigenden Pflegekosten immer mehr Rentner Sozialhilfe in Anspruch nehmen müssten, um sich einen Pflegeplatz leisten zu können. Auch dürfe es nicht sein, dass die Bewohner durch den Ausbildungsfonds doppelt belastet werden und die Ausbildung von Pflegekräften von privater Hand geschultert wird.

Auch die Situation der Fachkräfte müsse verbessert werden. Die angespannte Personalsituation, die Schwierigkeiten, geeignetes Fachpersonal zu finden, der fehlende Nachwuchs, aber auch Krankheitsfälle führten in Seniorenheimen und auch in den Awo-Hausgemeinschaften dazu, dass immer wieder Fachpersonal seine Freizeit unterbrechen und einspringen müsse. "Das darf eigentlich nicht sein, ist aber immer wieder nötig. Das kann man auch nur bedingt machen.Man muss ja als Einrichtung auch darauf achten, dass das Personal nicht über die Belastungsgrenzen geht", sagte Tost. Sie plädiert zudem für eine 35-Stunden-Woche im Pflegeberuf - hier müsse anerkannt werden, dass es sich um einen physisch und psychisch fordernden Beruf handelt. Stephan Herbert Fuchs

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