Strullendorf
Gemeinderat

Einige Schulbuslinien sollen für andere Fahrgäste geöffnet werden

Unerwartet schnell soll im Gemeindegebiet Strullendorf eine Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs eintreten: Vorbehaltlich der Zustimmung der Re...
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Der Schulbus könnte schon bald in Strullendorf einen besseren ÖPNV ermöglichen Symbolfoto: Jürgen Gärtner
Der Schulbus könnte schon bald in Strullendorf einen besseren ÖPNV ermöglichen Symbolfoto: Jürgen Gärtner
Unerwartet schnell soll im Gemeindegebiet Strullendorf eine Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs eintreten: Vorbehaltlich der Zustimmung der Regierung von Oberfranken werden einige der Kindergarten- und Schulbuslinien für die Beförderung von Fahrgästen geöffnet.
Es wird angestrebt, in den Schulbussen, die um 11.20 Uhr, 12.20 Uhr, 14.10 und 16 Uhr ab Strullendorf/Schule die Runde durch die Ortsteile bis zum Ausgangspunkt oder zum Bahnhof drehen, "Dritte" mitzunehmen und das kostenlos! Grünes Licht für diese Verbesserung gab der Gemeinderat in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig, nachdem geklärt war, dass diese sonstigen Fahrgäste, egal ob Einheimische oder Auswärtige, auch ohne bezahltes Ticket den kommunalen Versicherungsschutz genießen werden.
Mit unübersehbarer Vorfreude berichtete Constance Metzner vom der MM-Hennemann KG über das vom Kreistag soeben beschlossene "Intermodale Mobilitätskonzept". Es trage dem Umstand Rechnung, dass der Landkreis Bamberg deutschlandweit mit die höchste Automobildichte habe, berichtete Metzner. In Wattendorf zum Beispiel seien mehr Autos als Bürger registriert.
Die Vertreterin des Omnibusunternehmens erklärte, dass die Linien vor 8 Uhr und jene um 13 Uhr ab der Schule wegen der ohnehin schon hohen Auslastung nicht für weitere Gäste zugelassen werden können. In diesen Zeiten bestünden außerdem genügend Angebote des OVF. Im Übrigen verbiete sich die Erhebung von Ticketgebühren mit Rücksicht auf die wirtschaftlichen Interessen des "Omnibusverkehr Franken", der schon kurz vor der Abwicklung gestanden habe.
Wenn die Zustimmung der Regierung vorliegt, bestehe erstmals für die Geisfelder Gelegenheit, mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Strullendorf zu kommen. Bislang mussten sie im Bedarfsfall den Umweg über Bamberg nehmen, erklärte Constance Metzner.
Bürgermeister Wolfgang Desel freute sich über die positive Entwicklung für die Übergangszeit bis 2024. Ab dann wird der öffentliche Personennahverkehr im gesamten Landkreis Bamberg neu geregelt. Schon bald könnten Ortsteilbewohner mit den Metzner-Hennemann-Bussen nach Strullendorf und wieder nach Hause kommen. Und vom Haltepunkt Strullendorf bestünden ja Fahrgelegenheiten mit der Bahn in Richtung Bamberg und Forchheim - auch wenn da manche Wartezeit in Kauf genommen werden müsse, räumt Desel ein.
Abschließend hatte die Busunternehmerin noch eine Bitte an den Gemeinderat: "Gehen Sie doch mit gutem Beispiel voraus und fahren auch Sie mit dem Bus!" Nur wenn von den öffentlichen Linien mehr Gebrauch als bisher gemacht werde, hätten sie eine Zukunft.
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