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LKR Lichtenfels

Einige feiern, andere arbeiten

An Silvester haben die Meisten ihre eigene Tradition. Im Kurhotel an der Obermain-Therme zum Beispiel wird es italienisch. Klassiker dürfen trotzdem nicht fehlen.
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Foto: Solaris,stock.adobe.comIllustration: strichfiguren.de,stock.adobe.com
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Theresa Schiffl Neben Sekt, Bleigießen, Tischfeuerwerk, Raketen und Böllern darf an Silvester das richtige Essen nicht fehlen. An Weihnachten und an den Feiertagen gibt es in vielen Häusern traditionell Gänse- oder Entenbraten, mit Kloß und viel Soß - was kommt dann an Silvester auf die Tische?

Bei "Dinner for One oder der 90. Geburtstag" , dem bekannten Sketch mit Freddie Frinton und May Warden aus dem Jahr 1963, ist das relativ einfach. Denn: "The same procedure as last year, Miss Sophie?" (dt. "Der gleiche Ablauf wie im vergangenen Jahr, Miss Sophie?")

Also gibt es wie jedes Jahr ein Vier-Gänge-Menü mit einer Currysuppe, Fisch, Hühnchen und zum Schluss etwas Obst als Dessert. Selbstverständlich mit den von Miss Sophie ausgewählten Getränken Sherry, Weißwein, Champagner und Portwein. Zum Leidwesen ihres Butlers James. Dafür ist Miss Sophie am Ende glücklich und zufrieden.

Klassiker dürfen nicht fehlen

Im Kurhotel an der Obermain-Therme gibt es an Silvester einen venezianischen Maskenball mit Musik, Tanz und natürlich einem Feuerwerk. Und einem italienischen Sieben-Gänge-Menü mit einer Parmesanschaumsuppe, einem Saltimbocca vom Seeteufel und weiteren kulinarischen Köstlichkeiten. Trotz diesem Ausflug in die italienische Küche gibt es zwei Silvester-Klassiker: "Später gibt es dann noch Krapfen, die von einem Schornsteinfeger verteilt werden, und eine Gulaschsuppe", sagt Pia Schott, die Verkaufsleiterin des Hotels.

Viele Menschen können zum Jahreswechsel jedoch nicht feiern und schlemmen: Andreas Pfarrdrescher, der den Landgasthof "Zur Scheune" in Schwabthal führt, sagt pragmatisch: "Bei uns ist alles ganz normal und wir arbeiten an dem Tag." Damit ist er an diesem Tag jedoch nicht alleine.

Krapfenzeit beginnt

Kaum ist die Weihnachtsbäckerei vorbei, geht's für Franz Besold aus Weismain, der eine Meisterkonditorei führt, nach einer kurzen Verschnaufpause an Silvester gleich wieder los: Die Krapfenzeit beginnt, und für Silvester muss noch ein Eisbuffet vorbereitet werden. "Gegen 23 Uhr sind wir dann fertig, fahren heim und trinken da dann ganz entspannt ein Gläschen Sekt."

Noch bevor er die Konditorei in Weismain eröffnet hatte gab es Linsen, Spätzle und Wiener. Mit den Kindern änderte sich dieses Traditionsessen hin zu Fondue oder Raclette. Und mittlerweile gibt es für Besold und seine Mitarbeiter an Silvester statt einem Silvesteressen viel zu tun.

Bei Sebastian Müller, dem SPD-Kreisvorsitzenden, gibt es traditionell Wiener mit Kartoffelsalat. "Das gibt es bei uns jedes Jahr, und man freut sich noch immer darauf", sagt er und lacht. Als Nachtisch gebe es dann die letzten Plätzchen und gegen später hin noch ein paar kleine Häppchen.

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