Kirchehrenbach

Eingeklemmte wurden befreit

Feuerwehren und Rettungsdienst mussten bei der diesjährigen Alarmübung zu einem schweren Verkehrsunfall an der Zufahrt des Lindenkellers neben der Kreisstraße ausrücken.
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Übungsfall: Zwei Autos liegen teilweise auf der Seite im Graben, jeweils eine Person ist eingeklemmt. Foto: Max Dietz
Übungsfall: Zwei Autos liegen teilweise auf der Seite im Graben, jeweils eine Person ist eingeklemmt. Foto: Max Dietz
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Einmal im Jahr findet sie in der Walberlagemeinde statt: eine alarmierte und unangekündigte Einsatzübung. Dieses Mal war es ein schwerer Verkehrsunfall an der Zufahrt des Lindenkellers neben der Kreisstraße. Neben den Kirchehrenbacher Einsatzkräften wurde auch die Nachbarwehr aus Weilersbach gerufen. Wie im realen Fall wurden auch hier beim Alarmstichwort "Person eingeklemmt" zwei hydraulische Rettungssätze von der Leitstelle losgeschickt.

Tag, Uhrzeit und was genau passiert ist, war nur dem Organisator, stellvertretender Kommandant Bernd Gebhard, bekannt. Zwei Autos lagen teilweise auf der Seite im Graben, jeweils eine Person war eingeklemmt - wobei die Verletzten wieder vom Theaterverein Walberlabühne dargestellt wurden. Ein brennender Heuballen simulierte ein in Flammen stehendes Auto.

Feuer löschen

In zwei Abschnitten aufgeteilt mussten die 33 Feuerwehrfrauen und -männer sowie zwei Mitarbeiter des ASB-Rettungsdienstes die Verletzten aufwendig befreien, das Feuer löschen und die Unfallstelle ausleuchten. Die Einsatzleitung hatte Kirchehrenbachs Kommandant Sebastian Müller.

Nach einer knappen Stunde war das Szenario abgearbeitet. Neben stellvertretendem Kommandanten Gebhard waren Kreisbrandinspektor Johannes Schmitt und Kreisbrandmeister Dietmar Willert weitere Beobachter. Eine kurze Nachbesprechung zeigte einen grundsätzlich guten Verlauf in der Bewältigung auf - aber auch die selbstkritische Feststellung mit "Luft nach oben".

Warum eine Alarmübung? Für Kommandant Müller ist diese Art der Ausbildung im jährlichen Ablauf elementar: "Zum einen müssen wir möglichst realistisch ,draußen' an Objekten und im Ortsgebiet trainieren, zum anderen ist die Anspannung und der Adrenalinpegel ein klein wenig höher als bei den regulär feststehenden Abendterminen", sagt der Feuerwehrchef. "Gerade dann gilt es, den berühmten kühlen Kopf zu bewahren und immer wieder trainierte Handgriffe richtig anzuwenden". red

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