Forchheim
Zaun-Streit

Einfriedung schafft Unfrieden

Ein Wildzaun bewegt die Gemüter in Kersbach. Wie Stefan Schelter (Chef des Bauordnungsamtes) den Stadträten im Bauausschuss am Montag erklärte, soll der 1,6...
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Ein Wildzaun bewegt die Gemüter in Kersbach. Wie Stefan Schelter (Chef des Bauordnungsamtes) den Stadträten im Bauausschuss am Montag erklärte, soll der 1,60 Meter hohe Zaun ein Waldstück und eine Streuobstwiese begrenzen. Als Grund für die Einfriedung nannte der Antragsteller sein Pflanzvorhaben: Auf dem Areal wolle er Nadelhölzer durch Buchen- und Eichen ersetzen und Obstbäume hochziehen. Der Zaun soll die Stecklinge vor Wildverbiss schützen. Ein Nachbar fürchtet jedoch, dass hinter dem Zaun-Projekt in Wahrheit der Versuch steckt, einen umstrittenen Weg unzugänglich zu machen. "Das Wald-Betretungsrecht muss erhalten bleiben", appellierte der Nachbar an die Räte.
OB Uwe Kirschstein (SPD) deutete an, dass es nicht die Aufgabe des Bauausschusses sei, sich mit dem Rechtsstreit hinter dem Antrag zu beschäftigen. Gegen die Forderung, die Setzlinge fünf Jahre durch einen Zaun zu schützen, sei nichts einzuwenden, solange das Areal durch ein Tor betretbar sei. Das genehmigte der Ausschuss. Was den "eher zwischenmenschlichen Bereich" (Markus Schmidt, CSU) des Themas betrifft, so war bereits für den nächsten Tag ein Gerichtstermin anberaumt. roe
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