Lichtenfels
Rollentausch

Einen Tag lang die Berufswelt vom Chefsessel aus sehen

In Coburg ist es schon fast ein Ritual, heuer schloss sich erstmals auch der Landkreis Lichtenfels an. Am schulfreien Buß- und Bettag luden Unternehmen und ...
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Für beide Seiten gewinnbringend: Christine Winkler tauschte den Chefsessel mit Sophia Friedrich, persönliche Referentin von MdEP Monika Hohlmeier. Foto: privat
Für beide Seiten gewinnbringend: Christine Winkler tauschte den Chefsessel mit Sophia Friedrich, persönliche Referentin von MdEP Monika Hohlmeier. Foto: privat
In Coburg ist es schon fast ein Ritual, heuer schloss sich erstmals auch der Landkreis Lichtenfels an. Am schulfreien Buß- und Bettag luden Unternehmen und Institutionen wie das Landratsamt und die Stadtverwaltung Jugendliche ein, einen Arbeitstag lang den Schreibtisch einer ihrer Führungskräfte zu übernehmen - mit allen Aufgaben, die dort auf Erledigung warten.
Das jährliche Rollenspiel ist Teil der Berufsorientierungs-Initiative "Der Business-Führerschein" der Stiftung Lebenspfad. "Ich fand es cool", so das begeisterte Fazit von Paula Gutgesell, die im Rahmen des Projekts "Schüler als Bosse" den Sessel von Thorsten Schütt übernahm, dem Chef der Berufsberatung der Arbeitsagentur Coburg. Wie 62 Gleichaltrige hatte sich die 15-jährige Schülerin des Gymnasiums Ernestinum den Wecker gestellt, um pünktlich um 8 Uhr an ihrem Schnupper-Arbeitsplatz einzutreffen.
Elke Gillardon, Vorsitzende der Stiftung Lebenspfad, hat das Projekt ins Leben gerufen, damit Jugendliche, die eine berufliche Karriere anstreben, ein Gefühl dafür bekommen, worauf es in leitender Funktion ankommt. Gleichzeitig bietet das Programm regionalen Unternehmen die Chance, bereits früh mit potenziellen Führungskräften von morgen in Kontakt zu kommen. "Das Lernen, so die Erfahrung, ist durchaus gegenseitig. Das soll es auch sein", erklärt Elke Gillardon. "Für Jugendliche bedeutet der Praxistag, dass sie ihre Erwartungen mit der Realität abgleichen können." red

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