Coburg
90. geburtstag

Eine wichtige Coburgerin

Edith Eichhorn gehört zu den wichtigen Frauen, die nicht so im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen, aber sie hat das Wirken ihres Ehemannes sozusagen hint...
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Stadträtin Gabriele Morper-Marr gratuliert Edith Eichhorn zum 90.Geburtstag.  Foto: Martin Koch
Stadträtin Gabriele Morper-Marr gratuliert Edith Eichhorn zum 90.Geburtstag. Foto: Martin Koch
Edith Eichhorn gehört zu den wichtigen Frauen, die nicht so im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen, aber sie hat das Wirken ihres Ehemannes sozusagen hinter den Kulissen wesentlich unterstützt. Edith Eichhorn war mit Walter Eichhorn verheiratet. Dieser war Lehrer und Rektor an verschiedenen Schulen und Bürgermeister in Unterlauter. Edith Eichhorn leitete die Gemeindebücherei und unterstützte ihren Mann bei Schulausflügen und Schullandheimaufenthalten. Wichtig war auch ihre Mitarbeit im Verlag ihres Mannes. Dort brachte er unter anderem die "Blätter zur Geschichte des Coburger Landes" heraus.


"Schwierige Zeiten"

Edith Eichhorn, geborene Dümpert, kam am 26. Oktober 1927 im Haus ihres Großvaters Albin Kiesewetter als ältestes von vier Kindern der Eheleute Alfred und Else Dümpert auf die Welt. Ihr Vater Alfred war Schuhmachermeister und nebenbei Bademeister im Coburger Freibad. "Mein Vater war bekannt für seine kühnen Sprünge vom Sprungbrett", erinnert sich die Altersjubilarin. Edith Dümpert besuchte die Rückertschule und kümmerte sich um ihre jüngeren Geschwister. "Es waren schwierige Zeiten für unsere Familie." Als glückliche Episode ihrer Kindheit ist ihr noch eine Kinderlandverschickung nach Schlesien im Gedächtnis. Weniger begeistert ist sie heute noch von einem Einsatz auf einem Bauernhof im Westen des Landkreises, der zwangsweise vom Bund deutscher Mädel (BdM) angeordnet worden war. Später machte sie eine Lehre als Modistin bei der früheren Hofhutmacherei Eschrich im Steinweg. Daran schloss sich ein einjähriger Aufenthalt in Zürich an; dort war sie als Kindermädchen tätig. "Hier gewann ich neue Freunde, deren Freundschaft mich noch bis vor einigen Jahren begleitete", so Edith Eichhorn in ihrem Rückblick.
Zurück in Coburg lernte sie dann Walter Eichhorn kennen. "Wir trafen uns beim Tanz im Café Schubarth." 1953 gaben sie sich in der Morizkirche das Ja-Wort. 1954 kam Sohn Harald und 1957 Sohn Peter auf die Welt. Vor Haralds Geburt arbeitete Edith Eichhorn als Verkäuferin im damaligen Sporthaus Hess. Die Familie hatte sich zwischenzeitlich in Unterlauter niedergelassen. Edith arbeitete dann in einem Blumengeschäft in Coburg. 1972 bezogen die Eheleute ein eigenes Haus in Unterlauter. Zwischendurch lebten sie aber auch drei Jahre im Coburger Stadtteil Cortendorf in der Nähe von Ediths Tante Charlotte. 2011 musste sie von ihrem Ehemann Walter für immer Abschied nehmen.
Zum Geburtstag gratulierten neben den beiden Söhnen und drei Enkeln auch drei Urenkel. Die Glückwünsche der Stadt Coburg überbrachte am Donnerstag Bürgermeister-Stellvertreterin Gabriele Morper-Marr. mako
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