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Kronach
KOMMENTAR von Sandra Hackenberg

Eine wenig ritterliche Darbietung

Die Festung Rosenberg ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht, in den geschichtsträchtigen Gemäuern herrscht wieder Leben. Rosenmesse, Festspiele oder "Crana Historica" locken auch Besucher aus der Fern...
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Die Festung Rosenberg ist aus dem Dornröschenschlaf erwacht, in den geschichtsträchtigen Gemäuern herrscht wieder Leben. Rosenmesse, Festspiele oder "Crana Historica" locken auch Besucher aus der Ferne in die Lucas-Cranach-Stadt.

Wer länger bleiben möchte, kann jetzt sogar stilecht wie ein Fürstbischof im Hotel auf der Festung residieren.

  Für den florierenden Tourismus müssen natürlich auch ausreichend Parkplätze geschaffen werden. Die hat die Stadt nun in Form einer großzügigen Asphaltdecke im äußeren Wallgraben geschaffen. So will man künftig auch gehbehinderten Besuchern den Zugang zur Festung ermöglichen - und für Hotelgäste mit Koffern ist es ohnehin bequemer.

  Die Ziele sind rühmlich, die Umsetzung allerdings wenig ritterlich. Die Stadt hat den örtlichen Organisatoren wissentlich eine Veranstaltungsfläche genommen, ohne ihre Pläne offen und direkt zu kommunizieren. Stattdessen wurden schlicht Tatsachen geschaffen.

  Dass ein neuer Parkplatz im äußeren Wallgraben entstehen soll, war kein Geheimnis. Doch selbst manche Ratsleute, die für den Bau gestimmt haben, zeigen sich nun erstaunt bis verwundert über das Endergebnis.

  Wo Veranstaltungen wie die historische Feldschlacht Ende Mai 2020 nun stattfinden soll, das steht derzeit in den Sternen. Es bleibt abzuwarten, ob die Stadt ihr Wort hält und zusammen mit den Organisatoren eine Lösung findet. Denn wenn touristische Attraktionen für Parkplätze weichen müssen, ist das Ziel verfehlt.

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