Kronach
Kammertheatertage

"Eine Vorlage wie geschaffen für Susanne Rösch"

Die Rosenberg-Festspiele starten Ende Oktober mit ihrem neuen Theaterformat, den Kammertheatertagen in der Alten Markthalle des Historischen Rathauses der Stadt Kronach. Drei Schauspieler der diesjähr...
Artikel drucken Artikel einbetten
Stefan Haufe Fotos: Archiv
Stefan Haufe Fotos: Archiv
+1 Bild

Die Rosenberg-Festspiele starten Ende Oktober mit ihrem neuen Theaterformat, den Kammertheatertagen in der Alten Markthalle des Historischen Rathauses der Stadt Kronach. Drei Schauspieler der diesjährigen Festspiele werden an neun Abenden im Oktober und November Solostücke auf die Bühne bringen. Die Gesamtleitung der Kammertheatertage hat Stefan Haufe, der künstlerische Leiter der Rosenberg Festspiele, inne, der auch die Regie des ersten Stückes "Mondscheintarif" mit Susanne Rösch übernimmt. Aus diesem Anlass stellten wir den beiden einige Fragen. Mondscheintarif - die erste Premiere des neuen Kronacher Theaterformats Kammertheatertage? Warum gerade dieses Stück? Stefan Haufe: Der Erfolgsroman von Ildikó von Kürthy, 2001 auch verfilmt, handelt von einer 33-jährigen Frau, die auf den Anruf ihres Geliebten wartet. Eine Vorlage, wie geschaffen für unsere Schauspielerin Susanne Rösch, die bei den Rosenberg-Festspielen schon als "Mirandolina" oder in der Rolle der Gräfin in "Figaros Hochzeit" begeistert hat. Susanne und ich waren uns schnell einig, dass wir dieses Stück zusammen machen wollen. Wie gehen Sie an die Inszenierung heran? Haufe: Wie bei jedem Theaterstück wird erstmal ausführlich gemeinsam gelesen. Wir kürzen bei Bedarf den Originaltext, schauen, wo wir die Schwerpunkte und wichtigen Charakterzüge der Figur "Cora Hübsch" finden. Auch die Aktualität einzelner Passagen wird geprüft. Das Stück funktioniert z.B. nur in der Vor-Handy-Ära, als wir noch einen Anrufbeantworter am Telefon hatten. Ich staune, dass das erst 20 Jahre her ist (lacht). Wie ist der momentane Probenstand? Haufe: Im Moment stehen wir noch am Anfang und suchen den Rhythmus. Wie viel läuft nur über den Text, wie viel wird "gespielt", wo liegen die Pausen? So bekommen wir einen ersten Eindruck, wie lange das Stück werden wird. Ein Abend, der nur von einer Person getragen wird, ist dabei eine ganz besondere Herausforderung. Auf was kann sich das Kronacher Publikum bei diesem Stück besonders freuen? Haufe: Auf eine spannende und unterhaltsame Theaterform. Ein Monolog-Abend reicht ja schon nahe an die sehr populäre Form der Stand-up-Comedy heran. Dabei wird allerdings nicht nur von Sketch zu Sketch gesprungen, sondern eine runde Geschichte erzählt. Bei "Mondscheintarif" kommen sicher alle Fans der Bridget-Jones-Filme bzw. -Bücher auf ihre Kosten. Wieder in Kronach, Susanne Rösch, diesmal mit einem Ein-Personen-Stück - das ist schon etwas Besonderes, oder? Susanne Rösch: Wieder in Kronach zu sein, das an sich ist schon mal toll, und dieses Mal im Herbst. Ich freue mich, die Stadt also einmal in einem anderen "Kleid" kennenzulernen. Ein Solo zu machen, ist dabei tatsächlich etwas ganz Spezielles, und ich bin sehr froh, dass mich Stefan Haufe gefragt hat. Haben Sie andernorts schon einmal ein Ein-Personen-Stück gespielt? Rösch: Ich habe 2012 in Quedlinburg alleine einen Abend über Mascha Kaléko gespielt, allerdings war dies halb Lesung, halb Spiel. Insofern ist Mondscheintarif eine größere, auch textlich viel größere Herausforderung. Was macht für Sie den Reiz der Rolle aus? Rösch: Cora Hübsch ist eine Frau, die mich sehr an Bridget Jones erinnert und mir sehr, sehr sympathisch ist. Eine leicht chaotische, aber liebenswerte und nicht unintelligente Frau. Ich denke, ich werde viel Spaß mit dieser Rolle haben. Karten für alle drei Stücke und neun Aufführungstermine gibt es in der Tourist-Information Kronach (Marktplatz 5). red

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren