Coburg

Eine von 50

Informatik-Studentin Buket Kurtulus wurde als eine von 50 Frauen in Bayern für das Programm "Bayerns Frauen in Digitalberufen - BayFid" ausgewählt.
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300 haben sich beworben. 50 wurden ausgewählt, darunter Buket Kurtulus von der Hochschule Coburg.  Foto: Simon Geistlinger
300 haben sich beworben. 50 wurden ausgewählt, darunter Buket Kurtulus von der Hochschule Coburg. Foto: Simon Geistlinger

Viele Studentinnen gibt es nicht in der Informatik. Bundesweit liegt ihr Anteil bei 21 Prozent. An der Hochschule Coburg sind unter den rund 260 Informatik-Studierenden 32 Frauen. Das sind zwölf Prozent. Die bayerische Ministerin für Digitales, Judith Gerlach, will das ändern. Sie hat das Programm "BayFid - Bayerns Frauen in Digitalberufen" ins Leben gerufen. Es soll Frauen unterstützen, die eine Karriere im Digitalbereich anstreben. Die Teilnehmerinnen werden bei ihrer beruflichen Entwicklung begleitet, tauschen sich mit anderen Frauen aus, bekommen Einblicke in unterschiedliche Unternehmen und bauen ihr eigenes Netzwerk auf.

300 haben sich beworben. 50 wurden ausgewählt. "Ich habe mich eigentlich nur auf gut Glück beworben", erzählt Buket Kurtulus. "Weil das Programm wirklich spannend klingt und ich Kontakte knüpfen möchte, die es mir später leichter machen, in einer großen Firma zu arbeiten."

Umso mehr freut sie sich, dass es tatsächlich geklappt hat. Seit einem Jahr studiert die 20-Jährige Informatik an der Hochschule Coburg. "Persönlich habe ich kein Problem damit, dass wir so wenig Mädchen im Studiengang sind", sagt Buket. "Aber natürlich ist es traurig, dass nicht mehr Frauen Informatik studieren." Ihr habe das Technische schon immer gelegen. In der Realschule und später in der Fachoberschule (FOS) wählte sie den technischen Zweig. Elektrotechnik oder Informatik wollte sie studieren.

An der Hochschule nimmt Buket an einem Mentoring-Programm für Frauen in technischen Studiengängen teil. Die Studentinnen bekommen Tipps für den späteren Berufsalltag und werden mit Ingenieurinnen zusammengebracht, die als Mentorinnen zur Seite stehen. Mitarbeiterin Anna Keiderling, die das Mentoring-Programm organisiert, hat Buket auf das Förderprogramm des Bayerischen Digitalministeriums aufmerksam gemacht. "Solche Programme sind nicht nur eine Chance für die berufliche Karriere, sondern helfen auch bei der persönlichen Entwicklung. Es ist unglaublich wertvoll, wenn man eine erfahrene Mentorin hat, die von ihren eigenen Herausforderungen und Entscheidungen erzählt", erklärt Anna Keiderling.

Bei BayFid werden die Teilnehmerinnen von sogenannten Rolemodels begleitet - weiblichen Vorbildern, mit denen sie sich austauschen können. Das sind zum Beispiel Aya Jaff, Programmiererin und Gründerin, Magdalena Rogl, Leiterin der digitalen Kommunikationsabteilung beim Software-Hersteller Microsoft, oder Lehrerin Nina Toller, die sich mit digitalem Unterricht einen Namen gemacht hat. rus

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