Stockheim

Eine Stunde voller Emotionen

Minutenlange Standing Ovations gabe es beim Konzert des Chors "El Shalom" in der St.-Wolfgang-Kirche.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Chor El Shalom feierte 20. Jubiläum mit einem Benefizkonzert für den Hospizverein. Die Zuhörer waren begeistert und spendeten minutenlange Standing Ovations.  Foto: Karl-Heinz Hofmann
Der Chor El Shalom feierte 20. Jubiläum mit einem Benefizkonzert für den Hospizverein. Die Zuhörer waren begeistert und spendeten minutenlange Standing Ovations. Foto: Karl-Heinz Hofmann

Karl-Heinz Hofmann Der Chor "El Shalom" begeistert die Zuhörer mit einem Benefizkonzert zugunsten des Hospizvereins. Am Ende gab es minutenlang Standing Ovations in der überfüllten St.-Wolfgang-Kirche für zwölf Sängerinnen, ihren Chorleiter und musikalischen Begleiter, Sven Zimmermann.

Aus Anlass des 20. Jubiläums hat sich der beliebte Chor ein Benefizkonzert ausgedacht, dessen Erlös dem Hospizverein zugute kommen wird. Besonderheit ist, dass alle 13 Chormitglieder auch Gründungsmitglieder sind und heute noch in der gleichen Besetzung singen wie bei der Gründung im Jahr 1999.

Und weil die Zahl der Chormitglieder überschaubar ist, durfte sich jedes Mitglied ein Lieblingslied auswählen. Es folgte sozusagen eine Hitparade der beliebtesten Lieder, deren Texte und Melodien nicht nur als klangvolle Gebete erfreuten sondern sie ins Herz gingen und die Seele berührten.

Großer Dank

Es war eine Stunde voller Emotionen von Feier, Freude und Fröhlichkeit bis hin zur Melancholie und Trauer. In manch gesungener Liebeserklärung an Glauben an Gott und gute Engel waren auch Erinnerungen an Einzelschicksale eingebunden. Das Repertoire war als großer Dank und als Gesang zur Ehre Gottes ausgewählt.

Anja Schmidt wünschte sich das Lied "Durch das Dunkel hindurch", weil es in der Welt und unserer Gesellschaft viel Dunkelheit gebe. Heidrun Preiß wählte "Immer mehr". Astrid Kestels Lieblingslied "Reign of Love" (Herrschaft der Liebe) assoziierte eine Welt, in der es keinen Streit, keinen Neid, kein Leid und keine bösen Taten gibt .

"Wo ich auch stehe" wählte Kerstin Weschta, weil sie dieser Text besonders berührt und ihr immer wieder neuen Glauben schenkt, in der Hoffnung, dass Gott immer da ist. Elke Renk wünschte sich "Wie ein Baum", denn ein Baum versinnlicht für sie das Leben. "Glauben ist gemeinsam feiern" ist das Lieblingslied von Martina Zimmermann, denn für sie macht die Gemeinschaft erst das Leben lebenswert.

"Du bist Du" war der Favorit von Soja Schröder. "This little Light of mine" wählte Steffi Madewitz, weil sie bei der Hochzeitsfeier damit von Sven Zimmermann und dem Chor überrascht worden war.

Claudia Rauch wollte das Lied "Du König aller Könige" hören, weil ihr der Rhythmus ins Blut geht und sie der Text mit Freude erfüllt. "Manchmal brauchst du einen Engel", davon ist Tanja Tögel überzeugt und wählte daher diesen Titel, weil sie glaubt, viele Engel um sich herum zu haben, die ihr in schwerer Zeit geholfen haben.

Wie ein Wetterbericht

Chorleiter Sven Zimmermann wünschte sich "Der Regenbogen". Er meinte dazu, das Leben könne manchmal wie ein Wetterbericht sein, denn man wisse nie, was man bekomme.

Dani Lutz wünschte sich "Wie ein Fest nach langer Trauer", ein Liedtext der von Vergeben und Verzeihen handelt. Schließlich der 13. Titel: Uschi Graf-Körner "Herr, du bist mein Leben", ein Titel, der sie an ihre Silberhochzeit erinnert.

Es folgten Standing Ovations und als Zugaben "Du bist das Feuer" und ein Segenslied sei behütet". Welche Wirkung dieser Liederreigen auf die zahlreichen Besucher hatte, drückte wohl Bürgermeister Rainer Detsch auf Nachfrage zutreffend aus: "Es genügt nicht, ein anständiger Mensch zu sein. Man muss es auch zeigen. ,El Shalom' zeigt es mit seinem Tun. 20 Jahre schon! Stimmen des Geistes, begeisterte Stimme, begeisternde Stimmen. Es war für mich ein Großes, bewegendes Konzert zum Jubiläum. Mit Texten zu Friede und Gerechtigkeit, Mut und Hoffnung, Freundschaft und Liebe mit Gottvertrauen. Mit Frische und Fröhlichkeit, Ernsthaftigkeit und Abgeklärtheit." Er wünschte "El Shalom" segensreiche weitere 20 Jahre.

Dem schloss sich Landrat Klaus Löffler gerne an, für ihn war das Konzert ein wunderschöner, beruhigender Tagesausklang und schöner Ausgleich nach einem ereignisreichen und anstrengenden Tag.

Annette Hümmer ist Koordinatorin beim Hospizverein, stellte den Hospizverein vor und dankte im Voraus für das schöne Konzert und die damit verbundene Spende. Diakon Wolfgang Fehn sprach Dank im Namen der Pfarrei St. Wolfgang aus. Denn der Chor habe in den vergangenen 20 Jahren viel für die Pfarrei getan und viele Gottesdienste und kirchliche Feierlichkeiten begleitet und bereichert.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren