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Kulmbach

Eine Skulptur, die nie fertig wird

CVG-Schüler haben zusammen mit dem Bund Fränkischer Künstler ein Projekt auf der Plassenburg gestaltet.
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Noch sind die Schüler der 9. Klasse des Caspar-Vischer-Gymnasiums eifrig dabei, ihre "Steine" künstlerisch zu gestalten. Zweiter von rechts Kunsterzieher Andreas Schobert. Foto: Werner Reißaus
Noch sind die Schüler der 9. Klasse des Caspar-Vischer-Gymnasiums eifrig dabei, ihre "Steine" künstlerisch zu gestalten. Zweiter von rechts Kunsterzieher Andreas Schobert. Foto: Werner Reißaus

Die letzten Schultage nutzen Schüler des Caspar-Vischer-Gymnasiums und der Bund Fränkischer Künstler zu einem Kunstprojekt, das hoch oben auf der Plassenburg bei herrlichem Sommerwetter nun zum Abschluss gebracht wurde. Laut Kunsterzieher Andreas Schobert hat das CVG schon öfter Kunstprojekte mit dem Bund Fränkischer Künstler gestaltet. "Auch in diesem Jahr war es so, dass der Bund Fränkischer Künstler bei uns anfragte, ob wir zusammen ein Schulprojekt machen können. Das Thema sollte Vielfalt sein."

Das Ergebnis der gemeinsamen Überlegungen war dann, dass die Schülerinnen und Schüler "Bausteine" aus Holz machen; jeder gestaltete seinen "Baustein" mit Graffiti nach seinen Vorstellungen. Am Ende wurden die einzelnen "Bausteine" zu einer Skulptur zusammengefügt, so dass aus der Vielfalt wieder eine Einheit wurde.

Die größte Freude bereitete den Gymnasiasten das Besprühen der Holzteile. Nach der Trocknung der Graffiti-Farbe wurden die einzelnen Kunstelemente in die Große Hofstube der Burg getragen. Dort entstand dann auch die Skulptur, die sich nach und nach als eine Art verschachteltes Kunstobjekt entwickelte. Die Skulptur ist immer veränderbar und der Betrachter kann sich seine Skulptur selbst bauen. Wenn man so will, ist das Kunstwerk nie fertig. Die Skulptur ist bis Ende September auf der Plassenburg zu sehen.

Die CVG-Schüler waren mit Begeisterung dabei. Luisa Schönfeld: "Ich bin ja sonst nicht so kunstbegeistert, aber mit Graffiti macht es sehr viel Spaß. Für die meisten von uns war Graffiti was ganz Neues, und wir konnten uns dabei richtig austoben." Luisa Schönfeld (15) hat bei ihrem "Stein" eine relativ schlichte Form der Kunstgestaltung gewählt. Und Luca Berger (15) machte das Projekt auch Spaß: "Wir können hier sehr kreativ sein." Luca Berger ist wie Luisa Schönfeld erstmals mit Graffiti in Berührung gekommen. Er findet es auf jeden Fall unschön, wenn Gebäude einfach wild besprüht werden.

Was den Bund Fränkischer Künstler zu dieser Aktion bewegt hat, das bringt deren Vorsitzende Anita Magdalena Franz auf den Punkt: "Ich denke, überall zählt die Jugend und sie macht einfach tolle Events und deswegen finde ich es klasse, dass wir dieses Kunstprojekt zustande bringen. Wir hatten ja sowas Ähnliches schon vor zwei Jahren." Sie lobte auch Kunsterzieher Schobert, der immer offen für alles sei. Die Schüler lernten auch, ganz anders mit Kunst umzugehen.

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