Herzogenaurach

Eine Panorama-Sauna mit Ausblick

Ein Blick in die Zukunft verrät: Es sind weitere Investitionen nötig. Der Schwerpunkt liegt bei der Sauna, deren Attraktivität gesteigert werden soll. Auch müsse das Ausschwimmbecken saniert werden, sagt Bäderleiter Patrick Geiger zum Abschluss unserer Serie.
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Das Ausschwimmbecken soll saniert werden. Geiger denkt an ein Edelstahlbecken.  Fotos: Bernhard Panzer
Das Ausschwimmbecken soll saniert werden. Geiger denkt an ein Edelstahlbecken. Fotos: Bernhard Panzer
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Bernhard Panzer Drei Jahrzehnte besteht das Freizeitbad Atlantis in Herzogenaurach. In all den Jahren hat es sich einen festen Namen im Reigen der Bäder gemacht, erst als "sagenhafter Badespaß", dann als "Frankens fröhliches Familienbad" und jetzt in der Gegenwart und zumindest der näheren Zukunft als das Bad, das die vermeintlichen Gegensätze "Badespaß und Erholung" vereint.

Badespaß und Action garantieren die vielen Attraktionen im Bad selbst, für die Familien mit Kindern ebenso wie für den sportlichen Schwimmer. Und für die Erholung hat man eine große Saunalandschaft. Künftig, so stellt es Betriebsleiter Patrick Geiger heraus, soll der Bereich Wellness noch stärker in den Mittelpunkt treten. Das bedingt allerdings weitere Investitionen in die Sauna. Sie soll noch attraktiver werden für die Kunden.

An der Grenze der Kapazität

Darunter verstehen der Geschäftsführer der Herzo Werke, Jürgen Bauer, und sein Prokurist Patrick Geiger eine ganze Reihe an Verbesserungen. "Die Atlantis-Sauna stößt teilweise an ihre Kapazitätsgrenze und einige Bereiche sind nicht mehr attraktiv genug", berichtet Geiger in seinem Ausblick in die Zukunft. Die umliegenden Bäder hätten ihre Saunalandschaft bereits aufgewertet, um konkurrenzfähig zu bleiben. Deshalb sollte auch das Atlantis-Team künftig gezielt Schwerpunkte setzen.

Ein großer Bereich ist eine zusätzliche Panorama-Sauna, mit Blick in die Natur. Aber auch zusätzliche Ruheräume seien wichtig. Das sei bisher ein Schwachpunkt der Atlantissauna gewesen. Weitere Schritte zu mehr Attraktivität und damit Besuchern: ein weiteres Außenbecken als Entspannungsbecken mit Attraktionen, ein attraktiverer und größerer Umkleidebereich einschließlich Sanitär, die Erweiterung der Saunagastronomie und attraktive Erlebnisduschen.

Man wolle versuchen, von diesen hochgesteckten Zielen möglichst viel umzusetzen oder auch all diese Bestrebungen zu erreichen. Geiger: "Dies geht nicht von heute auf morgen - aber wir haben bereits damit begonnen." Der Leiter Bäder und Gastronomie stellt der Atlantis-Sauna ein gutes Zeugnis aus. Denn schon als die erste Sauna gebaut wurde, habe man die Zeichen der Zeit erkannt. Man wusste schon damals, dass das einfache Schwitzen in einer Saunakabine nicht genügt. Geiger: "Das Atlantis hatte hier eine Vorreiterrolle und das Potenzial bereits vor 24 Jahren zur Kenntnis genommen."

In neuen Schwimmbädern ist der Saunabereich meist schon größer als der Badebereich, da dieser Teil eines Bades im Gegensatz zu den Wasserflächen wirtschaftlich betrieben werden kann. Und auch die Atlantis-Betreiber haben laut Geiger schon viel in die Sauna investiert und eine Erlebnislandschaft gezaubert.

Das Besondere wird erwartet

Der Aufenthalt in einem Saunabereich wird mittlerweile in der Regel für mehrere Stunden gebucht; eine gewisse Abwechslung sollte demnach geboten werden, meint der Bäderchef. Die Gäste bevorzugen außergewöhnliche Wellnessbereiche und Saunen und erwarten das Besondere, zum Beispiel Events und zunehmend auch bauliche Aspekte, die das Saunieren zum Erlebnis werden lassen. All diesen Herausforderungen wolle man sich stellen, zumal die Sauna ein fester Bestandteil der deutschen Alltagskultur bei Jung und Alt sei. Geiger betont: Die junge Generation (35 Jahre und jünger) suche das besondere Erlebnis und Wohlbefinden, die Älteren, meist regelmäßigen Saunabesucher, wollen Wohlbefinden vor allem durch Gesundheit.

Neben der Sauna gibt es bei den Atlantis-Verantwortlichen noch viele neue Ideen. Aber: "Man muss nicht jedem Trend hinterherlaufen. Jede Investition muss Sinn machen und zur Zielgruppe und zum Bad passen." Man werde weiterhin nach und nach an der Aufenthaltsqualität respektive an der "Wohlfühlatmosphäre" in allen Bereichen arbeiten, verspricht Geiger.

Edelstahlbecken

Als eine größere Investition sieht er das Ausschwimmbecken des Freizeitbades. Es müsse saniert und modernisiert werden. Die Bestrebungen gehen dahingehend, ein Edelstahlbecken zu bauen. Gerade im Außenbereich seien Fliesen anfällig, da sie sehr hohen Temperaturschwankungen ausgesetzt seien.

Generell sei das Herzogenauracher Freizeitbad in einem sehr guten Zustand, wobei immer mal bestimmte Bereiche anstehen. So gebe es noch ein paar Ecken, in denen noch die alten Fliesen liegen. Auch seien die sanitären Anlagen nun bald an der Reihe, saniert zu werden.

Kontinuierlich investiert

Und auch in der Eingangshalle stehen weitere Arbeiten an. Deren Aufenthaltsqualität werde im Laufe des Jahres Schritt für Schritt weiterentwickelt und aufgewertet. Die Gäste sollen sich vom Anfang bis Ende ihres Aufenthaltes wohlfühlen, sagt Geiger. Als sehr positiv sieht er es an, dass in all den Jahren kontinuierlich investiert und das Bad weiterentwickelt wurde. Einen Sanierungsstau werde es im Atlantis nicht geben, wenn der eingeschlagene Weg weiter verfolgt wird.

Freilich dürfe man das wirtschaftliche Ergebnis nicht aus den Augen verlieren. "Wir werden natürlich versuchen, dieses zu verbessern", sagt Geiger abschließend. "Wobei klar sein muss, dass kommunale Bäder defizitär sind."

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