Coburg
Flugplatz

Eine neue Landebahn und eine neue GmbH

Fünf Millionen Euro hat die Stadt für die Ertüchtigung des Flugplatzes Brandensteinsebene eingeplant. Der erste Schritt ist schon geschafft: Die sechs Masten der neuen Anflugbefeuerung stehen; nächste...
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Die neue Anflugbefeuerung befindet sich zwischen Rögen und der Landebahn. Vor wenigen Tagen wurde sie fertig. Foto: Xaver Rupp
Die neue Anflugbefeuerung befindet sich zwischen Rögen und der Landebahn. Vor wenigen Tagen wurde sie fertig. Foto: Xaver Rupp

Fünf Millionen Euro hat die Stadt für die Ertüchtigung des Flugplatzes Brandensteinsebene eingeplant. Der erste Schritt ist schon geschafft: Die sechs Masten der neuen Anflugbefeuerung stehen; nächste Woche soll das Luftamt Nordbayern sie abnehmen. Dann ist auf der Brandensteinsebene unbefristet Instrumentenflug möglich. Ab nächstem Jahr soll außerdem die Start- und Landebahn mit allen Leuchtsignalen erneuert werden. Die Tankstelle wird ausgebaut; sie erhält auf jeden Fall neue Zapfsäulen. Ob die Erdtanks weiter verwendet werden können, müssen Untersuchungen zeigen. Außerdem soll eine "nördliche Zufahrt" zu den Hangars gebaut werden, damit hier die Autos nicht mehr übers Vorfeld müssen.

Bis Mitte 2021 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Genauer wollte sich Kathrin Belsner vom Beratungsbüro CDM nicht festlegen, da für die einzelnen Projekte Fördermittel beantragt werden sollen. Erst wenn diese Mittel bewilligt sind, kann auch gebaut werden. Ziel sei es außerdem, den Flugplatz so kurz wie möglich zu sperren, also nur während der Erneuerung der Startbahn. Deshalb sollen alle Baustellen möglichst zeitgleich abgewickelt werden.

Ursprünglich war vorgesehen, dass der Verkehrsbetrieb der SÜC Bus und Aquaria ab 2020 als Flugplatzbetreiber auftreten soll. Aber davon sei man nach Gesprächen mit dem Aeroclub und den Platznutzern wieder abgekommen, sagte SÜC-Geschäftsführer Wilhelm Austen in der Stadtratssitzung. Praktikabler sei es, für den Flugplatzbetrieb eine eigene Tochtergesellschaft zu gründen. Damit sei gewährleistet, dass die bewährten Strukturen beim Flugbetrieb erhalten werden können. Bislang betrieb der Aeroclub Coburg den Platz.

Schon bisher zahlt die Stadt dem Aeroclub einen Zuschuss für den Platzbetrieb. Künftig erhält die neue SÜC-Tochter diesen Zuschuss - im Haushalt vorgesehen sind dafür 180 000 Euro. Das ist mehr als bisher, weil das Personal aufgestockt werden soll, wie es in der Erläuterung zum Haushaltsansatz heißt.

Bis zum 1. April 2020 soll die neue Tochtergesellschaft der SÜC gegründet sein. Personalabrechnung und ähnliche Dinge kauft sie als Dienstleistungen bei der Muttergesellschaft. Anders als bei der SÜC Bus und Aquaria könne hier das Defizit nicht über Gewinne der SÜC Energie und H2O GmbH ausgeglichen werden, sagte Austen. sb

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