Kirchehrenbach

Eine moderne Form des Trampens

Das Trampen ist längst recht unpopulär. Man sieht schon lange kaum mehr Leute an Stadtausfahrten oder Autobahnraststätten, die ein Schild mit ihrem Fahrtzie...
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Das Trampen ist längst recht unpopulär. Man sieht schon lange kaum mehr Leute an Stadtausfahrten oder Autobahnraststätten, die ein Schild mit ihrem Fahrtziel hochhalten und darauf hoffen, dass ein Autofahrer mit demselben Ziel sie mitnimmt.
Aber eine Variante immerhin kommt wieder: die Mitfahrbänke. In Bubenreuth und in Erlangen gibt es sie schon und bald auch in Kirchehrenbach. Das System ist einfach. An einer echten Sitzbank befinden sich Schilder mit gängigen Fahrtrichtungen. Die klappt man hoch, entsprechend seines Zieles. Und wie beim Trampen muss man warten, ob ein vorbeikommendes Fahrzeug anhält. Gedacht ist die Einrichtung, so Kirchehrenbachs SPD-Ratssprecher Laurenz Kuhmann, vor allem für Personen, die selber nicht (mehr) Autofahren, denen aber der Fußweg zum Bahnhof zu weit oder zu anstrengend ist.


Farblich abgesetzt

Das ganze Projekt liegt also irgendwo zwischen Nachbarschaftshilfe, Mitfahrzentrale, Bürgerbus und eben Trampen.
Man kann durchaus einen ökologischen Aspekt darin sehen, weil ein Auto nicht nur von einer Person genutzt wird. Und das Verkehrsaufkommen sinkt auch, wenn die Mitfahrbank auch von Leuten genutzt wird, die zwar ein Auto haben, aber eben nicht fahren wollen. Bedenken wie seinerzeit beim Trampen scheint der Gemeinderat auch nicht zu haben. Denn vermutlich kennen sich Fahrer und Mitfahrer in einem Ort wie Kirchehrenbach zumindest flüchtig.
Jedenfalls stimmte der Rat ohne längere Aussprache dem Antrag der SPD-Fraktion zu. Drei farblich abgesetzte Bänke mit Richtungsschildern soll es geben, alle in der Hauptstraße: bei der ehemaligen Telefonzelle, gegenüber dem alten Feuerwehrhaus und an der Bachbrücke beim Blumengeschäft.

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