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Eine Marathon ohne Wettbewerbsdruck für den musikalischen Nachwuchs

Kindern und Jugendlichen, die ein Musikinstrument erlernen, eine Möglichkeit zu geben, ohne Wettbewerbsdruck vor Publikum aufzutreten - diese Idee steckt hinter dem Jugendkonzertmarathon des Landkreis...
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Für die Teilnehmer des Jugendkonzertmarathons Timea (13) und Eszter Gal (14, hinten v. l.) sowie Gustav Krell (6), Max Koch (5) und Greta Krell (8, vorne v. l.) gab es eigens getöpferte Medaillen. Foto: Reuter-Özer
Für die Teilnehmer des Jugendkonzertmarathons Timea (13) und Eszter Gal (14, hinten v. l.) sowie Gustav Krell (6), Max Koch (5) und Greta Krell (8, vorne v. l.) gab es eigens getöpferte Medaillen. Foto: Reuter-Özer

Kindern und Jugendlichen, die ein Musikinstrument erlernen, eine Möglichkeit zu geben, ohne Wettbewerbsdruck vor Publikum aufzutreten - diese Idee steckt hinter dem Jugendkonzertmarathon des Landkreises Erlangen-Höchstadt. Erfunden hat ihn Musikpädagogin Regina Klatte schon im Jahr 2008. Seither moderiert sie die zweitägige Veranstaltung des Bereichs Kultur am Landratsamt jedes Jahr. Heuer beteiligten sich 70 Kinder, je zur Hälfte aus Stadt und Landkreis.

"Die Mischung macht den Geist des Marathons aus. Begabung, Spielfreude, Musikalität auf unterschiedlichen Levels zu erleben, das regt an und motiviert Schüler, Lehrer und Eltern", beschreibt Klatte das Erfolgsrezept. Das kommt bei den Kindern und Jugendlichen an: Viele junge Musiker, wie die mittlerweile 22-jährige Alessia Gygas aus Heroldsberg, sind von Beginn an dabei und stellen ihr hohes künstlerisches Niveau unter Beweis. Ein Streichquartett, bestehend aus langjährigen Marathonteilnehmern, eröffnete das Konzert.

Daneben sammelten viele Kinder im Emil-von-Behring-Gymnasium erste Bühnenerfahrung. Belohnt wurden sie mit herzlichem Applaus, einer Urkunde und einer speziell für den Jugendkonzertmarathon getöpferten Medaille. Auch der jüngste Teilnehmer, Max Koch (5), begeisterte mit seinem musikalischen Elan das Publikum. "Alle Teilnehmer haben Fleiß, Ausdauer, Stärke und vor allem eine Fähigkeit, die heute immer schwieriger und seltener wird, nämlich sich ganz auf eine Sache zu konzentrieren, bewiesen", lobte Landrat Alexander Tritthart die Nachwuchsmusiker. Er bewundere jedes Kind, welches bei dem eng getakteten Zeitplan aus Schule und Freunden noch ein Instrument lerne.

Auch Landratsamtsmitarbeiter Johannes Hölzel ist mit der Veranstaltung zufrieden. Auf seine Idee hin konnten sich alle Kinder, die wollten, in den Pausen vor dem Logo des Marathons fotografieren lassen. "Der Jugendkonzertmarathon ist ein Highlight in unserem Kulturprogramm. Als ich vor zwei Jahren im Fachbereich Kultur des Landratsamtes angefangen habe, war ich von Regina Klattes Konzept begeistert. Ich freute mich darauf, zusammen mit ihr den JKM weiterzuentwickeln und in diesem Zuge ein Kulturnetzwerk aufzubauen", erzählt er. Wer Teil des Netzwerks werden möchte, kann sich an ihn unter der Telefonnummer 09131/803 1333 oder per E-Mail an kultur@erlangen-hoechstadt.de wenden. H. Reuter-Özer

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