Coburg
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Eine Hommage an das Traumpaar des 19. Jahrhunderts

Victoria und Albert galten als das Traumpaar des 19. Jahrhunderts. Ihre Beziehung war für die von dynastischen Verbindungen geprägte Zeit eine große Ausnahme, denn nicht machtpolitische Erwägungen füh...
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Jonathan Thurisch und Paula Schuchardt stellen Albert und Victoria dar.  Foto: Gaby Schuller
Jonathan Thurisch und Paula Schuchardt stellen Albert und Victoria dar. Foto: Gaby Schuller

Victoria und Albert galten als das Traumpaar des 19. Jahrhunderts. Ihre Beziehung war für die von dynastischen Verbindungen geprägte Zeit eine große Ausnahme, denn nicht machtpolitische Erwägungen führten zu der Eheschließung, sondern die Liebe beider Partner zueinander. Schüler des Gymnasiums Albertinum blickten mit einer besonderen Veranstaltung im Kongresshaus auf dieses außergewöhnliche Königspaar zurück.

Schon in seiner kurzweiligen Begrüßung kündigte der Schulleiter des Gymnasiums Albertinum, Stefan Adler, eine Zeitreise an, die zu dem Königspaar führen sollte. Jonathan Thurisch, der Albert-Darsteller, begrüßte seinerseits die Besucher. Es folgte eine ausgesprochen vielfältige musikalische Reise durch das England des 19. Jahrhunderts, die immer wieder eingerahmt wurde von Texten aus Briefen und Tagebüchern. Selbstverständlich wurde Albert auch von Victoria begleitet, die von Paula Schuchardt ausdrucksstark verkörpert wurde. So entstand ein unterhaltsamer Gang zu den Stationen von Alberts Leben, der von seiner Kindheit in Coburg über seine Eheschließung bis zu seinem frühen Tod reichte, heißt es in einer Pressemitteilung.

Den musikalischen Rahmen der Veranstaltung bildete Musik aus dem Umfeld des Königshauses und aus der Zeit Victorias und Alberts. Was lag also näher, als den künstlerisch vielseitig begabten Prinzen selbst musikalisch zu Wort kommen zu lassen: "Abendruhe" und "Dem Fernen", zwei Liedkompositionen aus der Feder Alberts, wurden einfühlsam interpretiert von Eva-Marie Zier, Gesang, und Marieluise Lechner am Klavier.

Der frühe Tod

Mit dem Trio über ein englisches Volkslied op. 46 von Alec Rowley griffen Jonas Trumpp, Violine, Wolfram Merger, Violoncello, und Dorothea Merger, Klavier, gekonnt die musikalische Ausdruckswelt der viktorianischen Zeit auf. Schließlich endete der Abend mit einer Hommage an die englische Nation und ihr Königshaus. Das "National Anthem", "Rule Britannia", gewissermaßen die zweite, heimliche Nationalhymne der Briten, und Edward Elgars Marsch aus "Pomp and Circumstance" wurden vom Sinfonischen Orchester des Albertinums klangvoll vorgetragen und ließen den Glanz der Royals prunkhaft aufleuchten. Hierauf erinnerte John H. Foulds' "Celtic Lament" an den frühen Tod des Prinzen. Die dunkle Melancholie dieses Orchesterstücks steigerte sich am Ende zu einem ernsten, jedoch ruhmvollen Ausklang, zu einer respektvollen Verbeugung vor Victoria und Albert. red

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