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Oberhaid

Eine Gemeinde in Feierlaune

Vor 40 Jahren wurde der Neubau der Pfarrkirche St. Bartholomäus in Oberhaid eingeweiht. Das Pontifikalamt zelebrierte Erzbischof Ludwig Schick.
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Kirche besteht aus lebendigen Steinen: Dazu zählen auch die Kleinen des Kindergottesdienstkreises. Foto: Alwin Geus
Kirche besteht aus lebendigen Steinen: Dazu zählen auch die Kleinen des Kindergottesdienstkreises. Foto: Alwin Geus

In großen Lettern zwischen vielen Fotos prangt der Satz "Unsere Kirche hat Geburtstag". Stolz recken zwei Kinder des Kindergartens Maria Hilf das gelbe Plakat in die Hö-he. Sie warteten, dass sie endlich rein durften, an diesem, letztem Sonntag, dass die Kirchenparade mit Fahnenabordnungen zahlreicher Vereine, unzähliger ehren- und hauptamtlich Engagierter aus Kirche und Kommune mit dem Blasmusikverein Oberhaid vor dem großen Kirchenportal ankam. Vor 40 Jahren wurde der Neubau der Pfarrkirche St. Bartholomäus eingeweiht - Grund genug, dies entsprechend zu feiern.

"Herein, herein, wir laden alle ein - herein, herein, weil Gott uns alle liebt", singen die Kindergartenkinder. "Es ist eure Kirche", freut sich Erzbischof Ludwig Schick eingangs des Pontifikalamtes. Nicht nur die Kinder motiviert er, weiterhin so engagiert sich für die Kirche einzusetzen. Eine lebendige Gemeinde sei es. Das zeige sich an den vielen Mitwirkenden beim und um den Festgottesdienst: Neu formierte Jugendband, Or-ganist Stefan Burkel, Solistin Elisa Gunreben, Kantor und Mesner Carsten Schneider, Mi-nistrantenschar, Pfarrgemeinde- und Kirchenräte - mit der Gottesdienstgemeinde lauschten alle Kirchenführer Herbert Ramer. Der skizzierte, was das Besondere an den beiden Kirchen in Oberhaid ist.

Zeitzeugen berichten

Zeitzeugen des Baus, Gabi Stark, Marianne Geus und Herbert Stöcklein, erzählten, dass sie damals sogar von Haus zu Haus zogen und um Spenden für den Neu- bzw. Anbau baten. Vieles habe sich seit 40 Jahren verändert. Doch sei Kirche ihr Ort, an dem sie Glauben leben und feiern. Das tue jeder auf seine Weise: Etwa als Mitfeiernde im sonntäglichen Gottesdienst, als Gestaltende (Wort-Gottes-Feier-Beauftragte) des ruhigen Abendlobs werktags, oder als Betende in der Stille des Kirchenraumes. "Es ist unser Ort der Verbindung zwischen Menschen und Gott", unterstrich Erwin Görtler, der zusammen mit Renata Geus und Roswitha Nehr den Pfarrgemeinderat leitet. So wurden in den 40 Jahren nicht nur Gottesdienste gefeiert. Über 1000 Kinder wurden getauft und unzählige Menschen fanden und finden in dem Gotteshaus einen Platz, um für ihre Sorgen, Nöte, Hoffnungen und Wünsche zu beten.

Den Festgottesdienst feierten Pfarrvikar Abbé Patrice Mor Faye, Pastoralreferent Philipp Fischer und der evangelische Pfarrer Andreas Schlechtweg mit. Mit einer Ausstellung in der alten Wallfahrtskirche und Kirchenführungen klang das Fest bei Sonnenschein auf dem Kirchvorplatz aus. Auch da zeigte sich, dass die Kirche aus lebendigen Steinen besteht - das, was die Kinder des Kindergottesdienstkreises aus bemalten Holzsteinen während der Feier im Nebenraum bauten. red

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