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Kulmbach
kulmbach.inFranken.de  Zwei Selbsthilfegruppen für an Krebs erkrankte Frauen gingen ins Kloster.

Eine besondere Atmosphäre

Die freudvolle, gelöste Stimmung am Ende der drei gemeinsamen Tage der Selbsthilfegruppen für an Krebs erkrankte Frauen aus Bad Staffelstein und Kulmbach war beinahe greifbar. Alle gingen gestärkt zur...
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Ein freudiges und besinnliches Wochenende erlebten die Mitglieder der Selbsthilfegruppen für an Krebs erkrankte Frauen aus Bad Staffelstein und Kulmbach in der Abtei Maria Frieden in Kirchschletten bei Zapfendorf. Mit im Bild Äbtissin Mechthild Thürmer Foto: Rainer Glissnik
Ein freudiges und besinnliches Wochenende erlebten die Mitglieder der Selbsthilfegruppen für an Krebs erkrankte Frauen aus Bad Staffelstein und Kulmbach in der Abtei Maria Frieden in Kirchschletten bei Zapfendorf. Mit im Bild Äbtissin Mechthild Thürmer Foto: Rainer Glissnik

Die freudvolle, gelöste Stimmung am Ende der drei gemeinsamen Tage der Selbsthilfegruppen für an Krebs erkrankte Frauen aus Bad Staffelstein und Kulmbach war beinahe greifbar. Alle gingen gestärkt zurück in den Alltag. Die Abtei Maria Frieden in Kirchschletten bei Zapfendorf hatte einen faszinierenden, wohltuenden Rahmen geboten.

Äbtissin Mechthild Thürmer hieß die Frauen herzlich willkommen. "Wir arbeiten schon ganz lange mit der Kulmbacher Selbsthilfegruppe zusammen", erklärte Elisabeth Espach von der Selbsthilfegruppe "Balance". "Wir befruchten uns gegenseitig." Regelmäßig würden die Programme ausgetauscht und Referenten empfohlen. Die Frauen beider Gruppen freuten sich spürbar auf die gemeinsamen Veranstaltungen.

"Ein lustiger Haufen"

"Es ist ein lustiger Haufen, die Leute wollen einfach ihr Leben genießen", machte Elisabeth Espach deutlich. "Oh, lass' es uns gut gehen", lautete denn auch das Motto des Wochenendes.

Teilnehmer waren Frauen, die ihre Therapie schon eine Zeitlang hinter sich hatten und derzeit versuchen, wieder auf die Beine zu kommen und das Leben mit anderen Augen zu sehen.

Die stellvertretende Vorsitzende der Staffelsteiner Gruppe, Angelika Brückner, hatte die Mitte des Seminarraums herbstlich dekoriert. Auf Karten waren Sprüche und besinnliche Texte aufgedruckt. Jede Teilnehmerin erläuterte, warum sie gerade von "ihrer" Karte angesprochen wurde. Gemeinsam sang man Lieder, die die Gruppe in den folgenden Tagen begleiteten.

An der Abtei Maria Frieden führt der fränkische Jakobsweg vorbei. Bei herrlichem Herbstwetter liefen die Frauen mit Pastoralreferentin Ann-Kathrin Eisenbarth-Goletz diesen Weg ein Stück weit. Unterwegs gab es fünf mit Impulsen gestaltete Stationen. In Oberlauterbach führte die Mesnerin durch das Gotteshaus. Eisenbarth-Goletz gestaltete dort auch eine Andacht mit Segnung.

Am Nachmittag gab es einige Kneipp'sche Anwendungen. Margit Schreppel erzählte Märchen und erläuterte deren oft tiefere Bedeutung.

Der dritte Tag begann mit einer Übung nach der Feldenkrais-Methode mit Marguet Voigt. Nadine Bayer zeigte der Gruppe, wie man ein Naturdeo herstellt. Zum Schluss hatte jede Frau auf dem Rücken ein leeres Plakat kleben, auf das die anderen Teilnehmerinnen etwas Schönes schrieben.

"Wir hatten die ganze Zeit eine eindrucksvolle Stimmung", freute sich die Leiterin der Kulmbacher Selbsthilfegruppe, Liane Wack. "Wir Kulmbacher und die Staffelsteiner kommen sehr gerne in die Abtei." Im Kloster schätze sie die besondere Atmosphäre, das Wegsein vom Alltag, das gute Essen und die schönen Räume. "Und Mutter Mechthild ist einfach super", so Liane Wack. Rainer Glissnik

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