Unterelldorf

Eine Augenweide und ein Gerstentrunk

Die Unterelldorfer sind happy. Sie verstehen es auf der einen Seite zu arbeiten für die Gemeinschaft, haben es mit viel Einsatz im Rahmen der Dorferneuerung...
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Vereinsmitglieder hatten allen Grund, den Probeschluck zu genießen, denn der Gerstensaft ist gelungen, das Brauhaus hervorragend saniert und das Dorf schön gestaltet.  Foto: Doris Weidner
Die Vereinsmitglieder hatten allen Grund, den Probeschluck zu genießen, denn der Gerstensaft ist gelungen, das Brauhaus hervorragend saniert und das Dorf schön gestaltet. Foto: Doris Weidner
Die Unterelldorfer sind happy. Sie verstehen es auf der einen Seite zu arbeiten für die Gemeinschaft, haben es mit viel Einsatz im Rahmen der Dorferneuerung geschafft, ein wirklich schmuckes Dorfzentrum entstehen zu lassen, das allein beim Durchfahren eine Augenweide ist. Sie verstehen es aber auch auf der anderen Seite kräftig zu feiern.
Anlässe gibt es genügend im Dorf. War es vor kurzem die Feier zum Abschluss der Dorferneuerungsmaßnahme, so war es neuerdings am Wochenende das "Staatspreis-Bierfest". Und das aus gutem Grund. Gelang es doch Helfried Schleicher, dem Motor der Brauhausanierung, im Rahmen einer Bewerbung 2000 Euro zu ergattern. Das Bayerische Landwirtschaftsministerium gewährte diesen Betrag als Sonderpreis auf Vorschlag des Amts für Ländliche Entwicklung (ALE) aufgrund der vorzüglich gelungenen Sanierung des Kommun-Brauhauses mit Backhaus.
Das muss gefeiert werden, dachten sich die Verantwortlichen und luden ein zur Hausbrauerbier-Verkostung. Bereits im Juni wurde der Sud angesetzt, nunmehr ist das Bier fertig und es trägt den wohlklingenden Namen "Staatspreis-Bier". Damit wurde bewiesen, dass die Unterelldorfer Brautradition weitergeführt werden kann und ein zweiter wichtiger Treffpunkt für die Dorfbewohner als Gegenstück zum Dorfplatz mit Leben erfüllt wird, was ja eines der Ziele der Dorferneuerung ist. Immerhin wurden 66 000 Euro verbaut für die aufwendige Sanierung, wobei das ALE 39 000 Euro beisteuerte und die Stadt Seßlach 13 000 Euro. Hinzu kommen die rund 4000 von den Unterelldorfer geleisteten ehrenamtlichen Arbeitsstunden.
Gebraut wird, so Bernd Schleicher, rund sieben Mal im Jahr, jeweils sieben Hektoliter. Es ist ein untergäriges Bier, allein hergestellt nach dem bayerischen Reinheitsgebot mit Wasser, Hopfen und Malz. Überreichen konnten die Feuerwehr und der Bautraditionsverein eine Spende in Höhe von 1000 Euro an die Stiftung krebskranke Kinder für Coburg.
Ein Highlight des Tages war ein Live-Interview des Bayerischen Rundfunks mit dem "Oberorganisator" Helfried Schleicher, der kurzerhand zum "Held der Woche" gekürt wurde, wobei beim Gespräch die Unterelldorfer Brautradition im Mittelpunkt stand. dav
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren