Herzogenaurach
Zeitsprünge 

Eine alteingesessene Familie

Das Anwesen der Schmiede Drebinger in der Hauptstraße hat eine lange Tradition.
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Die Hauptstraße 28 vor dem Umbau zwischen den Weltkriegen.  Foto: Archiv Gäbelein
Die Hauptstraße 28 vor dem Umbau zwischen den Weltkriegen. Foto: Archiv Gäbelein
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Bernhard Panzer

In der Hauptstraße, der Lebensader der mittelalterlichen Stadt zwischen den beiden Türmen, hat sich noch viel alte Bausubstanz erhalten. Nicht von ungefähr gilt Herzogenaurachs historische Altstadt als ein Schmuckstück. Auch wenn der Großteil der fremden Besucher, die in den Outlets vor den Toren der (heutigen viel größeren) Stadt einkaufen, das nicht zu schätzen weiß und dem mittelalterlich-historischen Pflaster fern bleibt.
Zu den Anwesen mit viel Tradition zählt der Schmiedebetrieb Drebinger. Im aktuellen Stadtschreiber des Heimatvereins ist dem Anwesen und seinen Bewohnern, einer alteingesessenen Herzogenauracher Familie, eine Geschichte gewidmet.


Hausname Marktweber

Darin schreibt Verfasser Klaus-Peter Gäbelein: "Der Hausname Marktweber erinnert daran, dass die Vorfahren als Tuchmacher oder Weber ihren Lebensunterhalt verdienten, wie die Urväter Philipp, Mathias (1798 - 1874) und Georg (1827 - 1900)."
Und weiter: "Der Urgroßvater Ludwig (1869 - 1936) des heutigen Hausbesitzers erkannte wohl die Zeichen der Zeit, nämlich dass dem hiesigen Tuchmachergewerbe keine Zukunft beschieden sei. Er wurde Schmied und fügte an das Elternhaus, direkt an der Hauptstraße und gegenüber dem Stadtturm einen Anbau an, in dem Pferde beschlagen werden konnten." Bis 2014 war hier eine kleine italienische Eisdiele untergebracht.
Unter Friedrich (kurz nur Fritz genannt) und Helmut Drebinger florierte der Betrieb. Man baute im Innenhof die Schmiede aus, die unmittelbar an die Stadtmauer und den einstigen Stadtgraben grenzt und ergänzte das Ganze noch durch eine geräumige Werkstatt. Walter Drebinger , der heutige Besitzer, hat hier heute zusätzlich einen Lehrling und zwei Gesellen beschäftigt. Das alte Wohnhaus in der Hauptstraße 28 wurde später zweigeteilt. Heute sind dort zwei Läden untergebracht: die Goldschmiede und die "Villa Stockholm".

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