Fürth am Berg
Bürgerversammlung

Eindeutiges Votum in Fürth am Berg für einen besseren Handy-Empfang

Die Bürger von Fürth am Berg wünschen sich einen besseren Handy-Empfang. Vor allem in der Henneberger Straße ist dieser sehr schlecht, wie Gebhard Roschlau bei der Bürgerversammlung für die Stadtteile...
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Die Bürger von Fürth am Berg wünschen sich einen besseren Handy-Empfang. Vor allem in der Henneberger Straße ist dieser sehr schlecht, wie Gebhard Roschlau bei der Bürgerversammlung für die Stadtteile Fürth am Berg, Plesten und Horb, die bei den Grenzlandschützen stattfand, feststellte. "Wenn man mit drei Handys unterschiedlicher Netzanbieter durch den Ort läuft, hat man vielleicht irgendwo Empfang", war von den Bürgern zu hören.

Oberbürgermeister Frank Rebhan (SPD) erinnerte an die Bürgerinitiative, die sich vor einigen Jahren gegen einen Funkmast am Plestener Berg ausgesprochen hatte: "Wir wollten nichts gegen den Bürgerwillen tun", sagte der Bürgermeister. Laut der Staatsregierung sei Fürth am Berg kein "weißer Fleck" in der Mobilfunkkarte.

Der OB ließ in der Versammlung, zu der mehr als 30 Bürger aus den drei Stadtteilen erschienen waren, darüber abstimmen, wer für einen besseren Empfang ist, was eventuell einen neuen Mast zur Folge habe. Alle sprachen sich für eine bessere Handy-Verbindung in den Stadtteilen aus. Der Bürgermeister will sich nun mit den zuständigen Behörden in Verbindung setzen und versuchen, dass Fürth als "weißer Fleck" in die Mobilfunkkarte aufgenommen wird. Einen Erfolg konnte er nicht versprechen.

Des Weiteren sprach Gebhardt Roschlau die gelben Säcke an, mit denen Verpackungen entsorgt werden sollen. Diese seien sehr dünn und würden bereits durch eine Milchtüte beschädigt. Beim Bürgerservice im Rathaus können zu den Öffnungszeiten Säcke abgeholt werden.

Ein weiterer Punkt war die Zufahrt zum alten Bahnhof in Fürth am Berg. Hier sei der Weg in einem sehr schlechten Zustand. Der Weg sei unerträglich. Schottern sei hier keine Lösung, wie der Anwohner Horst Löffler betonte. Bereits vor vier Jahren habe er den Verkehrsausschuss darauf aufmerksam gemacht.

Laut Aussage des Ausschusses sei diese eine untergeordnete Straße, da es sich um eine Zufahrtsstraße zu einem Grundstück handle, erklärte Rebhan. Wird die Straße befestigt, müsse man hierfür Erschließungsbeiträge vonseiten der Stadt verlangen, denn die Stadt dürfe keine Anliegerstraßen bezahlen. Die Stadt habe immer die Politik vertreten, die Bürger nicht zu belasten, er wolle dies aber prüfen.

Keine Bauplätze

Ein weiteres Thema waren die Bauplätze, die seit 20 Jahren in Fürth am Berg fehlen. Stadtrat Walter Thamm regte an, ein Baugebiet an der Blumenstraße oder an der Straße Wegäcker ein Baugebiet zu erstellen. Vor einigen Jahren sei festgelegt worden, dass Baugebiete ausgewiesen werden. OB Rebhan konnte es nicht verstehen, warum der erfahrene Stadtrat keinen Antrag gestellt hatte. Der OB empfand es als verfehlt, den Antrag bei der Bürgerversammlung zu stellen.

Aber auch Steffen Haida wünschte sich die Ausweisung eines Baugebietes, da man keinerlei Leerstände und auch kein Baugebiet habe. Es bestünden auch keine Mietmöglichkeiten. Deshalb zögen viele junge Familien weg.

In den nächsten Monaten bekommt der Bausenat Vorschläge vom Bauamt für neue Baugebiete im Stadtgebiet. Man wolle dieses Anliegen dabei miteinbeziehen, betonte Richard Peschel.

Werner Schamberger aus Plesten sprach den landwirtschaftlichen Verkehrsweg in Plesten an. Dort gehören seiner Meinung nach einmal die Gräben ausgebaggert. Dies will man einer Ortsbegehung genauer in Augenschein nehmen.

Der OB ging auch auf den leer stehenden Grenzgasthof ein. Es sei nichts in Aussicht, dass dieser bewohnt wird.

Zu Beginn der Bürgerversammlung hatte der OB über die Löschwasserversorgung im Stadtteil Horb, die nicht ausreichend war, informiert. Deshalb habe man einen unterirdischen Löschwasserbehälter mit einem Inhalt von 100 Kubikmetern Inhalt errichtet. Dafür habe die Stadt rund 60 000 Euro aufgewendet. Der beschädigte Bolzplatz werde bei günstiger Witterung wieder instand gesetzt.

Heuer würden die Bauarbeiten an der B 4 beginnen. "Das wird schon heftig werden, was das an zusätzlichen Verkehrsbelastungen mit sich bringen wird", sagte Rebhan. Er ging auf Behinderungen im Stadtbereich ein, die durch den Umbau des Siemenskreisels verursacht werden. Deshalb werde es in der Bauzeit von Mai bis August Umleitungen geben, vor allem vom "Stiefvater" aus in Richtung Coburg. Dadurch ergäben sich in der Stadt weitere Verkehrsbelastungen. Man wolle dies beobachten.

"Sammeltaxi nutzen"

Rebhan verwies außerdem auf das Sammeltaxi, insbesondere für Nachtschwärmer. Von Coburg aus komme man dann kostengünstig um 0.30 oder 2.30 Uhr nach Hause. Es gelte nicht für die Kernstadt. Der OB: "Das ist ein Superangebot." Er bat darum, davon Gebrauch zu machen.

Ein weiterer Punkt waren die Probleme beim Bau des Rathauses, der vermutlich Ende des Jahres abgeschlossen sein soll. Für die Anwohner sei die große Lärmbelästigung eine Zumutung gewesen. Nach Fertigstellung soll ein Tag der offenen Tür veranstaltet werden. Die ersten Maßnahmen auf dem Marktplatz sollen im Sommer beginnen. mst

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