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Bad Kissingen
badkissingen.inFranken.de  "SPD vor Ort" im Mehrgenerationenhaus.

Einblick in Arbeitsalltag

Ein wenig zusammenrücken mussten die Teilnehmer der Aktion "SPD vor Ort" in der vergangenen Woche im Mehrgenerationenhaus, denn es war eine ansehnliche Gruppe von Interessierten, die Geschäftsführerin...
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SPD vor Ort: diesmal wurde das Mehrgenerationenhaus besucht.  Foto: Bernd Scheit
SPD vor Ort: diesmal wurde das Mehrgenerationenhaus besucht. Foto: Bernd Scheit

Ein wenig zusammenrücken mussten die Teilnehmer der Aktion "SPD vor Ort" in der vergangenen Woche im Mehrgenerationenhaus, denn es war eine ansehnliche Gruppe von Interessierten, die Geschäftsführerin Iris Hönig in ihren Räumlichkeiten begrüßen durfte.

Die Veranstaltung war eine weitere Etappe des Projektes "SPD vor Ort", bei dem Mitglieder der SPD-Stadtratsfraktion und des SPD-Ortsvereins Firmen, Unternehmen und Organisationen in Bad Kissingen besuchen, um sich dort Einblick in die Arbeit und den Alltag, aber auch in die Probleme der Menschen der Stadt zu verschaffen. Nach dem Besuch der Feuerwehren in den verschiedenen Stadtteilen und der Besichtigung von Kliniken und Wohnstiften stand nun das Mehrgenerationenhaus auf dem Programm. Stadträtin Christina Scheit hatte diesmal den Anstoß dazu gegeben und die Organisation übernommen.

Iris Hönig lud die Teilnehmer zunächst zu einem kleinen Rundgang durch die Räume in der Von-Hessing-Straße ein. Neben dem Café, das als offener Treff genutzt werden kann, konnte die Gruppe auch einen Blick in die Büros und das Kinderzimmer, in dem sich unter anderem zweimal pro Woche junge Eltern mit ihren Kleinkindern zur Krabbelgruppe treffen oder werdende Eltern mit dem "Elternführerschein" fit für die neuen Aufgaben gemacht werden. Zunächst sei das Mehrgenerationenhaus im alten Finanzamt als Frauennetzwerk gegründet worden, so Iris Hönig. Stadträtin Karin Reinshagen erläuterte, dass es damals vor allem um die Kinderbetreuung gegangen sei, um den Frauen den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern. Mittlerweile ist das Mehrgenerationenhaus zu einem recht großen Träger mit 33 unbefristeten Arbeitsplätzen herangewachsen, und auch die Aufgaben sind vielfältiger geworden.

Der ehrenamtliche Vorstand fungiert eher als eine Art Aufsichtsrat, für das operative Geschäft ist Iris Hönig als Geschäftsführerin zuständig. Finanziert wird das Haus durch den Bund sowie durch Beiträge von Seiten des Landkreises und der Stadt Bad Kissingen.

Beeindruckt zeigten sich die Gäste von der Vielfalt der Aufgaben des Mehrgenerationenhauses. Neben der Behindertenarbeit und besonderen Angeboten für Senioren wie zum Beispiel die Aktion "Nie zu alt für Neues" sowie die offene Computer- und Mediensprechstunde wird das Haus auch als Treffpunkt verschiedener Selbsthilfegruppen rege genutzt. Die Angestellten kümmern sich um die Ausbildung von Tagesmüttern und -vätern, um Schulbegleiter für Kinder mit Asperger-Sydrom/Autismus, sind in der Koordination der Familienbegleitung tätig und im Rahmen der Integration.

Die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt sowie anderen Organisationen wie der Kissinger Tafel und Kidro funktioniere sehr gut, so Iris Hönig, so dass der Landkreis Bad Kissingen in diesem Bereich hervorragend aufgestellt sei. Auf die Frage von Stadträtin Birgit Eber zur Finanzierung, berichtete Frau Hönig, dass diese bis 2020 gesichert sei, aber dass die Anträge an die verschiedenen Stellen einen riesigen bürokratischen Aufwand bedeuteten, da die Gelder jedes Jahr neu genehmigt werden müssten. Neben den Bundesmitteln und den Beiträgen durch Stadt und Landkreis müssten auch eigene Mittel aufgebracht werden.

Die Teilnehmer von "SPD vor Ort" zeigten sich begeistert vom vielseitigen Engagement der Einrichtung und stellten viele Fragen. Als sich der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Tobias Schneider am Ende des Abends bei Frau Hönig für die spannenden Einblicke bedankte, hatten die Teilnehmer viel Interessantes erfahren und der Trägerverein "Generationen-Netz" hatte einige neue Mitglieder gewonnen.

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