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Kronach

Ein Zirkus lässt Kober strahlen

Die Veranstalterin Stefanie Kober lädt am 7. und 8. September in Kronach zur 13. Rosen- und Gartenmesse ein. Ein Rückkehrer bereitet ihr dabei besondere Freude.
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Stefanie Kober freut sich auf die Rosen- und Gartenmesse am 7. und 8. September auf der Festung Rosenberg in Kronach. Foto: Archiv/Michael Wunder
Stefanie Kober freut sich auf die Rosen- und Gartenmesse am 7. und 8. September auf der Festung Rosenberg in Kronach. Foto: Archiv/Michael Wunder

Stefanie Kober ist die Macherin hinter der Rosenmesse. Zum 13. Mal bringt sie an diesem Wochenende das Gartenfestival auf die Kronacher Festung. Ein Schritt, den sie nicht bereut, den sie heute jedoch vermutlich nicht mehr wagen würde. Warum, das erklärt sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Wie kommt man auf den Gedanken, eine Rosen- und Gartenmesse nach Kronach zu bringen? Stefanie Kober: In Königsberg, im Kreis Haßberge, gibt's diese Messe im 20. Jahr. Sie hat sich dort aus einer Tauschbörse des Obst- und Gartenbauvereins heraus entwickelt. Irgendwann wurde die Veranstaltung zu groß für diesen Rahmen, da habe ich sie mit übernommen und auch in Kronach damit angefangen. Inzwischen ist Kronach die große Schwester. Wie schwierig ist es, so ein Event auf die Beine zu stellen? Es gab viele Höhen und Tiefen. Mit der Zeit ist die Arbeit für die Rosenmesse dadurch aber sehr professionell und routiniert geworden. Heute würde ich es vermutlich nicht mehr wagen, bei Null damit anzufangen. Vieles hängt bei solchen Messen von den Ausstellern ab. Und die sind schwer zu bekommen, wenn man die Netzwerke nicht hat. Die Schau in Kronach beinhaltet sowohl den Verkauf als auch den Eventcharakter. Wie lässt sich das vereinen? Diese Mischung bei den beiden Rosenmessen ist eine Entwicklung. Es begann mit einer Börse, dann kam ich als Veranstalterin aus einer kulturell und musikalisch geprägten Familie dazu. Die Herausforderung ist nun, diese Komponenten in der Waage zu halten. Das erfordert viel Fingerspitzengefühl und Idealismus. In Ihrer Familie wird die Kultur groß geschrieben. Nicht zuletzt ist Ihr Vater Rainer Kober für sein Wirken bei Kronach Creativ weithin bekannt. Liegt das Eventmanagement da schon in den Genen? Da gibt es wohl wirklich so ein Unternehmer-Gen. Meine Familie hat es schon immer bewegt, etwas zu tun, das die Menschen zueinander bringt. Es ist etwas, dass uns unser Vater gelehrt hat: für die Menschen dazusein. Sie betreuen drei vom Titel her ähnliche Messen. Wie unterscheiden sich diese im Charakter? Es gibt einige Aussteller - vielleicht 30 oder 40 Prozent -, die zu unseren verschiedenen Veranstaltungen mitreisen. Ansonsten unterscheiden sich die Messen schon voneinander. Und jede hat ihre eigenen Fans, die entweder mehr für den Ostermarkt, für Kronach oder für Königsberg schwärmen. Letztlich werden die beiden Events von ihren unterschiedlichen Veranstaltungsorten geprägt. Königsberg wirkt vom Charakter her sehr romantisch und verspielter, Kronach eher kraftvoll. Es braucht viel an Programm, damit eine so große Anlage wie die Kronacher Festung ins Schwingen kommt. Was sind aus Ihrer Sicht die diesjährigen Höhepunkte der Kronacher Rosenmesse? Bei allem Programm möchte ich die Menschen nicht außer Acht lassen, die Rosen, Pflanzen, Kunsthandwerk und andere schöne Dinge feilbieten. Da haben wir eine hohe Qualität erreicht. Ich freue mich aber ungeheuer über die Rückkehr des "Zirkus Liberta". Nach all den Schicksalsschlägen (mehrere schwere Erkrankungen; Anm. d. Red.) für seinen Direktor Dieter Schetz ist es für mich das Highlight, dass er wieder bei uns ist. Er hat immer für Begeisterungsstürme gesorgt. Haben Sie noch einen besonderen Tipp für die Besucher? Ja, wir sind eine plastikfreie Zone. Deshalb sollten Tragekörbe oder -taschen für Einkäufe mitgebracht werden. Das Pflanzentaxi und die Shuttlebusse fahren. Die Fragen stellte Marco Meißner.

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