Kasendorf

Ein Wunsch geht erstmal baden

Kasendorfer Jugendliche hatten einen Badeteich oder einen Wasserspielplatz im Bereich des ehemaligen Lehrschwimmbeckens vorgeschlagen. Doch die Fachbehörden haben Bedenken.
Artikel drucken Artikel einbetten
Kreisjugendpfleger Jürgen Ziegler hatte mit den Kasendorfer Jugendlichen im Herbst Ideen gesammelt. Ganz oben auf der Wunschliste standen ein Mountainbike-Trail, ein Wasserspielplatz oder einen Badeteich, ein Tierpark und ein schnelleres Internet. Der Wasserspielplatz ist jetzt allerdings erst einmal passé. Foto: privat
Kreisjugendpfleger Jürgen Ziegler hatte mit den Kasendorfer Jugendlichen im Herbst Ideen gesammelt. Ganz oben auf der Wunschliste standen ein Mountainbike-Trail, ein Wasserspielplatz oder einen Badeteich, ein Tierpark und ein schnelleres Internet. Der Wasserspielplatz ist jetzt allerdings erst einmal passé. Foto: privat

In einer Zukunftswerkstatt hatte Kreisjugendpfleger Jürgen Ziegler im Oktober versucht, die Wünsche der Kasendorfer Jugendlichen herauszuarbeiten. "Die Qualität der Vorschläge war hoch", machte er im Gemeinderat klar und hoffte auf eine Realisierung.

Neun Jugendliche wünschten sich demnach einen Supermarkt, vier eine Eisdiele. Auf der Wunschliste ganz oben standen ein Mountainbike-Trail mit Rampen, ein Skaterpark, ein Volleyballfeld, ein Badeteich oder ein Wasserspielplatz. Letzterer wurde noch in derselben Sitzung vorerst ad acta gelegt.

Fachbehörden haben Bedenken

Angedacht waren der Wasserspielplatz und eine Kneippanlage im Bereich des ehemaligen Lehrschwimmbeckens in Kasendorf. Doch die Fachbehörden rieten ab. Für eine Realisierung wäre eine durchgängige Wassertiefe von 20 Zentimetern notwendig. Der Markt müsste die vorgegebene Durchflussgeschwindigkeit sicherstellen. Denn nur dann könnte eine Keimbildung im Sommer verhindert werden. Außerdem rieten die Fachbehörden dazu, den Bach einzuzäunen.

Auch die Realisierung eines Kneippbeckens sei schwierig, machte Bürgermeister Bernd Steinhäuser (CSU) klar. Der Mühlbach führe viel Sediment mit sich. Aus diesem Grund müsse solch ein Becken ständig gereinigt werden. "Der Bereich ist nicht geeignet, weil die Fließgeschwindigkeit nicht stimmt", so Steinhäuser.

Schließlich votierten die Räte einstimmig dafür, einen anderen Ort zu suchen, an dem bessere Bedingungen herrschen.

Kerwa in der Kritik

Bezüglich der Infrastruktur sprachen sich die Jugendlichen bei der Zukunftswerkstatt vor allem für ein besseres Internet und mehr WLAN-Hotspots aus. Die Jüngeren schlugen ein Kino-Open-Air vor.

Ein Kritikpunkt bei den Jugendlichen zwischen zwölf und 18 Jahren war die Kerwa in Kasendorf. Livebands könnten das Fest attraktivieren.

"Die Zukunftswerkstatt kann aus unserer Sicht als großer Erfolg bezeichnet werden", sagte der Kreisjugendpfleger und bot die Zusammenarbeit bei der Durchführung von Events wie Open-Air-Kinos oder Tagesausflügen an. Die meisten Jugendlichen hätten unter der Woche erst ab 16 Uhr oder noch später Zeit. Am Wochenende bleibe mehr Freiraum. Die Gemeinderäte nahmen die Ergebnisse der Zukunftswerkstatt zur Kenntnis und wollen Umsetzungsmöglichkeiten prüfen.

Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren