Herzogenaurach
Freibaderöffnung

Ein Wiedersehen bei drei Grad in der Luft

Mit drei Grad Lufttemperatur war es am 1. Mai um 7 Uhr morgens eher kühl, das Wasser im Freibad von Herzogenaurach hatte dagegen einladende 23 Grad. Der Mittwoch versprach auf jeden Fall schönes Wette...
Artikel drucken Artikel einbetten
Katharina Anneser (2. v. l) und Siegfried Köhler (2. v. r.), Claudia Schulenburg (4. v. r.) und die weiteren Frühschwimmer freuen sich über die Saisoneröffnung. Foto: Manfred Welker
Katharina Anneser (2. v. l) und Siegfried Köhler (2. v. r.), Claudia Schulenburg (4. v. r.) und die weiteren Frühschwimmer freuen sich über die Saisoneröffnung. Foto: Manfred Welker

Mit drei Grad Lufttemperatur war es am 1. Mai um 7 Uhr morgens eher kühl, das Wasser im Freibad von Herzogenaurach hatte dagegen einladende 23 Grad. Der Mittwoch versprach auf jeden Fall schönes Wetter und viele Badegäste am Feiertag.

Das Team um Bäderchef Patrick Geiger hat in den Wochen davor dafür gesorgt, dass das Herzogenauracher Freibad gut in Schuss ist. Nach der Winterpause sind die Becken in Ordnung, das Freigelände ist hergerichtet und die Duschen und Kabinen sind tipptopp gepflegt.

Am Feiertag warteten bereits um 7 Uhr die ersten fünf Schwimmer an der Pforte. Es war für viele wie ein Familientreffen nach der langen Zeit der Schwimm-Abstinenz im Winterhalbjahr. Begrüßt wurden die überzeugten Freibadschwimmer von den Mitarbeitern im Freibad, es gab für die Gäste der ersten Öffnungsstunde einen kleinen Empfang mit einem Getränk nach Wahl, Orangensaft pur, Sekt oder gemischt.

Eine überzeugte Freibadgängerin ist Katharina Anneser, die bereits um 7.45 Uhr wieder aus dem Wasser stieg. Schon im vergangenen Jahr hat sie die Saison vom 1. Mai bis zum 16. September genutzt, um ins Freibad zu gehen und sich über die Verlängerung um vier Tage gefreut. Mit ihren 87 Jahren hofft sie auch, dass dies auch in diesem Jahr wieder für sie möglich ist, "so gut es geht". Sie kommt an drei Tagen der Woche um 7 Uhr ins Bad, die verbliebenen Tage etwa eine Stunde später und dreht etwa für 20 Minuten ihre Runden.

Auch Claudia Schulenburg war schon unter den Frühaufstehern, die kurz vor acht Uhr erfrischt wieder aus dem Wasser steigen konnten. Wenn irgendwie möglich, ist sie unter der Woche frühmorgens im Freibad anzutreffen, um ihre Runden zu drehen.

Um 7.45 Uhr kam Siegfried Köhler durch die Pforte ins Bad und sagte: "Die Pelzmütze setze ich zum Schwimmen auf, weil es so kalt ist", und lachte dabei. Mit seinen 77 Jahren war er im vergangenen Jahr 133 Mal im Freibad und 232 Mal im Atlantis. Er ist überzeugt, in diesem Jahr vergleichbare Zahlen erreichen zu können. Auch sein Bruder Wolfgang Köhler geht mit seinen 90 Jahren beinahe täglich ins Bad, er stieß an diesem Tag etwas später dazu.

Die Frühschwimmer hatten sich viel zu erzählen, freuten sich auf ihr Freibad und das schöne Wetter. Kurz vor 8 Uhr hatte es immerhin schon 6 Grad Lufttemperatur auf dem Thermometer neben dem Kassenhäuschen. maw

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren