Haßfurt

"Ein wichtiger Bildungspartner"

Das Bibliotheks- und Informationszentrum am Schulzentrum Haßfurt feierte sein zehnjähriges Bestehen. Dabei betonten die Redner den wertvollen Beitrag der Schulbibliothek für Bildung und Freizeitgestaltung.
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Zum Rahmenprogramm des Festaktes zum zehnjährigen Bestehen des Bibliotheks- und Informationszentrums am Schulzentrum Haßfurt trug auch die Trommelgruppe der Grundschule bei. Fotos: Sabine Weinbeer
Zum Rahmenprogramm des Festaktes zum zehnjährigen Bestehen des Bibliotheks- und Informationszentrums am Schulzentrum Haßfurt trug auch die Trommelgruppe der Grundschule bei. Fotos: Sabine Weinbeer
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Eine Hüpfburg und einen Eiswagen gibt es nicht jeden Tag am Haßfurter Schulzentrum. Zum zehnjährigen Bestehen des Schul-Bibliotheks- und Informationszentrums (Biz) war das ein Geschenk an die Kinder, die die Schulbibliothek täglich nutzen. Im "Silberfisch" gab es dazu einen Festakt.
Die Trommelgruppe und der Chor der Grundschule Haßfurt gestalteten die Feier, unter anderem mit dem "Märchen-Rap". Amelie Ebert, die Leiterin des Biz insgesamt, gratulierte dem "Ableger". 2008 wurde die Zweigstelle des Biz am Schulzentrum eröffnet - dort, wo das Biz eigentlich auch seine Wurzeln hat.


Konzeptidee importiert

Horst Hofmann, Geschäftsführer des Zweckverbandes Schulzentrum, erinnerte an die Anfänge. Die lagen in der Bibliothek, die vor allem für das Regiomontanus-Gymnasium geschaffen und dann ausgeweitet wurde. Die Konzeptidee für eine moderne Schulbibliothek hätte sich der damalige Landrat Walter Keller mit seinem Team in Dänemark geholt.
Leidenschaftlich geführt wurde das Biz lange Jahre von Cordula Kappner, die unermüdlich für das Buch und die Bibliothek warb. Unter anderem nahmen sie und ihr Team am Sander Faschingszug teil.
Dass es nach dem Umzug des Biz in die Stadt auch wieder eine Zweigstelle am Schulzentrum gibt, das sei nur gelungen, weil die Stadt Haßfurt bereit war, 50 Prozent der Kosten zu tragen.
Die Finanzierung des Biz werde auch weiterhin ein fester Posten im Kulturetat sein, sicherte Bürgermeister Günther Werner zu, denn das Biz sei ein wichtiger Bildungspartner. Er dankte den Mitarbeiterinnen, denn sie hätten eine Stätte der Kommunikation geschaffen, seien immer nah an ihren Kunden und fachkundige Berater. Dabei bedienten sie die gesamte Breite der medialen Vielfalt, vom klassischen Buch über E-Books und Filme bis hin zu Brett- und Konsolenspielen. Öffentliche Bibliotheken trügen ganz wesentlich dazu bei, dass sich Bildungschancen allen eröffnen, unabhängig vom finanziellen Hintergrund. Und schließlich sei Lesen auch eine spannende Freizeitbeschäftigung.


"Versinken in Geschichten"

Dies betonte auch Horst Hofmann. Oft zähle in der modernen Gesellschaft nur das Heute. "Das Recht auf Vergessen ist wichtiger als die Hingabe an die Erinnerung", bedauerte er. Büchereien hülfen dabei, über das Nicht- oder Halbwissen hinauszugehen. "Wir müssen nicht nur Technik, sondern auch Kultur-Techniken vermitteln", betonte Hofmann. Dazu gehöre auch das "Versinken in Geschichten". Dabei werde auch künftig die moderne Technik nicht auf der Strecke bleiben. Er sah schon in absehbarer Zeit im Biz einen multimedialen Raum, der wieder neue Möglichkeiten schafft, die Menschen, vor allem die Kinder, für Geschichten zu begeistern, denn "wesentlicher als alle Technik sind die Botschaften".
Viel Spaß rund ums Buch hatten die Gäste mit Moderator und Zauberer Felix Wohlfahrt.


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