Heßdorf

Ein vielseitiger Chor mit eifrigen Mitgliedern hat 30. Geburtstag

Vollbesetzt war der Festsaal, als der Heßdorfer Singkreis seine Jubiläumsfeier zum 30-jährigen Bestehen veranstaltete. Chorvorsitzende Emilie Meier erinnerte in ihrer Festrede an die Zeit der Chorgrün...
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Die Gründungsmitglieder von 1988 wurden geehrt.  Foto: privat
Die Gründungsmitglieder von 1988 wurden geehrt. Foto: privat

Vollbesetzt war der Festsaal, als der Heßdorfer Singkreis seine Jubiläumsfeier zum 30-jährigen Bestehen veranstaltete. Chorvorsitzende Emilie Meier erinnerte in ihrer Festrede an die Zeit der Chorgründung, die übrigens auf ihre persönliche Initiative zurückgeht, und an die gemeinsame Devise "Wir wollen ein Laienchor mit Selbstanspruch sein."

Eine besondere Genugtuung sei ihr, dass der Chor inzwischen von null auf hundert angewachsen sei. Den 24 anwesenden Gründungsmitgliedern dankte sie herzlich für ihr Engagement, den Singkreis in einem gemeinsamen Kraftakt 1988 aus der Taufe gehoben zu haben.

Bei ihrer Rückschau auf die Vereinsgeschichte erinnerte sie an viele große, aber auch an viele weniger spektakuläre Vorhaben, so zum Beispiel an zwölf Sommerserenaden im Hof der Wehrkirche Hannberg, an die festlichen Herbst- und Silvesterbälle und an die zahlreichen Chorreisen ins In- und Ausland während ihrer 29-jährigen Amtszeit, wobei sie besonders die Flugreise nach Rom mit Chorauftritt im Petersdom sowie die Flugreise nach London mit einem Lunchtime-Konzert des Chors in St. Paul's Cathedral hervorhob.

Auch kam sie auf die vielen Unternehmungen zu sprechen, die ohne chorischen Anlass durchgeführt wurden, wie z.B. diverse Familienwandertage, Kunstfahrten nach München, Frankfurt, Basel etc. sowie Konzert- und Theaterbesuche in Heppstädt, Feuchtwangen, Nürnberg, Bamberg und Stuttgart. Neben den Gründungsmitgliedern erfuhren auch die 22 anwesenden (von insgesamt 88) fördernden Vereinsmitglieder eine namentliche Würdigung; denn ihre Mitgliedsbeiträge hätten wesentlich zur Finanzierung kostenaufwändiger Konzertprojekte beigetragen bzw. diese erst ermöglicht.

Große Werke aufgeführt

Ehrenchorleiter Manfred Meier schilderte im Anschluss daran, um welche konkreten Projekte es sich während seiner 28-jährigen Amtszeit als Chorleiter dabei gehandelt hatte. Beispielgebend konnte er auf eine Serie von Großwerkaufführungen verweisen, zum Beispiel auf W.A. Mozarts "Krönungsmesse", Joseph Haydns Oratorium "Die Schöpfung", Bachs "Weihnachtsoratorium", Rossinis "Stabat Mater", Puccinis "Messa di Gloria" und nicht zuletzt auf Chr. W. Glucks in konzertanter Form dargebotene Oper "Orpheus und Eurydike". Aus dem Bereich der Moderne konnte er ergänzend hinzufügen die Gospelmesse "Glory" von Harry Schröder, uraufgeführt in der Altstädter Kirche, sowie das Pop-Oratorium "King Dave" in der Neustädter Kirche Erlangen.

An dieser Stelle dankte er seinem Nachfolger im Amt, Julian Bobe, für die nahtlose und erfolgreiche Fortführung dieser Serie mit Mozarts "Requiem" 2017.

Als zweite größere Säule seines Wirkens bezeichnete Meier seine sogenannten "Themenkonzerte". Sie begannen 1999/2000 mit den "Gesängen aus Taizé"; es folgten eine "Musical-Night" 2010, ein "Gospelkonzert" 2012 (unter Mitwirkung der afro-amerikanischen Sängerin Willetta Carson) sowie ein "Opernkonzert" 2015.

Auch diese Konzertreihe beabsichtige sein Nachfolger dankenswerterweise weiterzuführen, und zwar mit dem diesjährigen Konzertprojekt "Filmmusik", das am 11. November unter Mitwirkung des sinfonischen Blasorchesters Lauf in der Seebachgrundhalle Heßdorf-Hannberg realisiert werden wird.

Julian Bobe leitet heute den Chor

Der hiermit angesprochene jetzige Chorleiter Julian Bobe seinerseits ließ die Zuhörer wissen, dass er auf dem schon, wie er sagte, "beackerten Feld" seine eigene Arbeit gerne fortsetze, wobei er die Vielseitigkeit des Chors und auch dessen bereitwillige Mitarbeit bei den Chorproben sehr zu schätzen wisse.

Die Feier wurde durch zwei irische Stücke von einem spontan aus neun Chormitgliedern zusammengesetzten Instrumentalkreis unter der Leitung von Julia Bobe umrahmt.

Als musikalische Überraschungsgäste sorgten zum Schluss die Kosbacher "Stadl-Harmonists" für einen humorvoll-heiteren Ausklang. red

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