Georges Rodenbach gelang mit seiner 1892 erschienenen Erzählung "Das tote Brügge" ein Sensationserfolg. In seiner Mischung aus Fantastik, Psychologie, Spannung und Schauerromantik vermag der Stoff noch heute zu fesseln.
Der Witwer Hughes kann den Tod seiner innig geliebten Frau nicht verkraften. Er treibt einen Kult der Erinnerung, verehrt die Kleider, Bilder und vor allem die abgeschnittenen Haare der Verstorbenen wie Reliquien. Doch da begegnet dem Vereinsamten eine Frau, die seiner ehemaligen Gattin zum Verwechseln ähnlich sieht. Hughes sucht ihre Nähe, stilisiert sie zur Wiederauferstandenen. In einer gefährlichen Mischung aus Projektion, triebhafter Erotik und katholischen Ängsten beginnt ein fatales Spiel. Der Alfred Hitchcock-würdige Stoff wurde von Rodenbach selbst zum Schauspiel umgearbeitet. Nadine Panjas und Martin Neubauer verdichten ihn im engen Erker des Brentano-Theaters zum Zwei-Personen-Thriller, passend zur herbstlichen Jahreszeit wie zur Bauzeit des Anwesens Gartenstraße 7.


Die Aufführungen

"Die tote Stadt" hat am Sonntag, 15. Oktober, um 17 Uhr Premiere. Weitere Termine: Dienstag, 17. Oktober, 20 Uhr; Freitag, 20. Oktober, 20 Uhr; Dienstag, 24. Oktober, 20 Uhr; Sonntag, 29. Oktober, 17 Uhr; Freitag, 10. November, 20 Uhr; Sonntag, 12. November, 17 Uhr. Plätze gibt es unter Telefon 0951/54528. red