Weismain
Wallfahrt

Ein Tag Auszeit im Gebet - und der Alltag gelingt wieder besser

Mit Glockengeläut und dem Reisesegen von Pastoralreferentin Birgit Janson machten sich um 4.30 Uhr fast 150 Wallfahrer auf den Weg nach Vierzehnheiligen bei der Wallfahrt der Pfarrei Sankt Martin. Bei...
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Ankunft nach anstrengender Wallfahrt in Weismain Foto: Roland Dietz
Ankunft nach anstrengender Wallfahrt in Weismain Foto: Roland Dietz
Mit Glockengeläut und dem Reisesegen von Pastoralreferentin Birgit Janson machten sich um 4.30 Uhr fast 150 Wallfahrer auf den Weg nach Vierzehnheiligen bei der Wallfahrt der Pfarrei Sankt Martin. Bei ihrer Rückkehr waren nicht mehr ganz so viele dabei, aber auch hier wurden sie mit Glockengeläut und Pfarrer Gerhard Möckel um 18 Uhr empfangen.
In der sommerlichen Morgenfrische über den Kordigast, durch Isling und Klosterlangheim zur Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen war die Witterung sehr erträglich. Der Rückweg war dann doch für viele eine schweißtreibende Angelegenheit. Doch dies ist für die meisten Wallfahrer kein Problem. So liegt der Sinn der Wallfahrt heute meist im meditativen Bereich. Ein Tag Auszeit - und der Alltag gelingt wieder besser. So wundert es auch nicht, dass diejenigen, die erst einmal auf den Geschmack gekommen sind, sich immer wieder neu auf die Suche nach solchen Kraftquellen des Lebens machen. Jede Wallfahrt ist ein neues Erlebnis. Die Stärkung des Glaubens und Kraft schöpfen für den Alltag sind für alle Teilnehmer sehr wichtig. "Das tut der Seele gut", sagt Hans Will, Mitglied der Blasmusik. Es ist für ihn immer wieder etwas Besonderes, musizierend in die voll besetzte Basilika einzuziehen.


Glaube und Tradition

Aber auch der Gemeinschaftsgeist ist allen wichtig. Denn es ist ja ein gemeinsames Ziel, für das man sich auf den Weg macht. Glaube und Tradition sind ebenfalls Attribute, die eine Wallfahrt auszeichnen. Mit dem Weismainer Bürgermeister Udo Dauer an der Rieger-Orgel und der Blasmusik unter der Leitung von Jörg Daschner wurde das Weismainer Pilgeramt für alle Gottesdienstbesucher zu etwas Besonderem.
Nach der Mittagspause und dem Auszug aus der Basilika machten sich dann die Weismainer Pilger auf den Heimweg. Willkommen ist dabei der Einkehrschwung in Isling. Beim abendlichen Einzug mit dem fränkischen Marienlied "Oh himmlische Frau Königin" ins heimische Gotteshaus begrüßte Pfarrer Gerhard Möckel die Wallfahrer und freute sich, seine "Schäfchen" wohlbehalten zurück zu sehen. Glückliche Gesichter trotz einer gewissen Erschöpfung sind da zu erleben. Die erst neunjährige Christina, jüngste Walfahrerin, hat ebenso durchgehalten wie der 79-jährige Jakob Schmitt als ältester Pilger. Wallfahrtsführer Norbert Kraus dankte allen, die einen besonderen Dienst übernommen hatten. Ferdinand Humbert bezeichnete er als "Kopf der Wallfahrt". rdi


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