Kronach

Ein Stück vom Olymp

Stilechte Feier für "Amphitryon"
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Nicole Julien-Mann Wieso Nektar und Ambrosia, wenn es Aperol Spritz und mediterrane Köstlichkeiten gibt? Der olympische Speiseplan kommt im Vergleich zum Angebot bei der Galapremierenfeier von "Amphitryon" auf der Bastion Marie vergleichsweise fade daher. Und wem schon während des Theaterstücks der Verdacht gekommen ist, dass es so ein Gott auch nicht leicht hat, dem dürften angesichts der leckeren Drinks und Snacks die restlichen Zweifel genommen worden sein. Statt der Lyra erklang feine Loungemusik von "Barfly", denen ein Gast "ein gutes Gespür für die richtige Lautstärke" attestierte. Die Musik war präsent, trug zur entspannten Atmosphäre bei, drängte sich aber nie in den Vordergrund.

Rosenberg heißt der Kronacher Olymp und dem Ruf der letzten Premiere der Saison waren viele gefolgt. Dem göttlichen Treiben in der Komödie "Amphitryon" von Heinrich von Kleist in einer Fassung von Axel Weidemann schloss sich ein traumhafter Sommerabend an. Die Theaterwiese hatte sich verwandelt in ein Stück antikes Griechenland. Der künstlerische Leiter der Rosenbergfestspiele, Stefan Haufe, blieb im Bild, als er die Leistung seines Ensembles mit einem Marathonlauf verglich. Drei Premieren innerhalb von drei Monaten mit gleichzeitiger Aufnahme der Stücke in den laufenden Spielplan, das erfordere Ausdauer. Regisseur Axel Weidemann bedankte sich: "Ihr seid ein tolles, motiviertes Team!" Und das Publikum? Das honorierte die Leistung von Schauspielern, Regisseur, Kostümbildnern, Bühnenbildnern, Technikern und allen, die im Vorder- und Hintergrund am Gelingen der Rosenbergfestspiele mitwirken, mit einem donnernden Schlussapplaus.

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